Optionsampel: Mein Kompass für den Optionsmarkt
Wer sich an der Börse orientieren will, findet heute eine Vielzahl an Indikatoren. Marktstimmung, technische Trends, fundamentale Bewertungen – für Aktien gibt es nahezu alles. Für den Optionsmarkt hingegen existieren kaum einfache, regelmäßig nutzbare Orientierungshilfen.
Dabei funktionieren Optionsstrategien nach spezifischen Regeln. Wer Optionsprämien verkauft, setzt nicht auf Kursziele, sondern auf Wahrscheinlichkeiten, Marktstruktur und Stabilität. Klassische Aktienindikatoren greifen hier oft zu kurz oder liefern sogar trügerische Sicherheit.
Genau diese Lücke schließe ich mit einem eigenen Instrument: der Optionsampel.
Was die Optionsampel leistet – und was bewusst nicht
Die Optionsampel ist keine Marktprognose. Sie sagt nicht voraus, ob der Markt steigt oder fällt. Sie beantwortet eine andere, für Stillhalter entscheidende Frage:
Wie attraktiv ist das aktuelle Marktumfeld für den Verkauf von Optionsprämien?
Sie hilft mir dabei, zu steuern, wie offensiv oder defensiv ich mit Stillhalterstrategien arbeite. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die fünf Bausteine der Optionsampel
Die Optionsampel basiert auf fünf Kennzahlen. Jede davon beleuchtet einen anderen Aspekt des Optionsmarktes.
- VIX-Index, der die erwartete Schwankungsbreite (Volatilität) des S&P 500 in den nächsten 30 Tagen misst. Für Optionsverkäufer ist das der Preis der Prämie. Moderate Volatilität bedeutet meist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ertrag und Risiko.
- Volatilitätsstruktur (VIX vs. VIX3M) trennt normale Nervosität von echtem Stress, wobei VIX3M für die erwartete Volatilität der nächsten 3 Monate (90 Tage) steht. Liegt die kurzfristige Volatilität unter der mittelfristigen, ist das ein Zeichen für ein geordnetes Umfeld ohne akute Panik.
- Volatilitätsstress (VVIX) misst, wie stabil bzw. schwankungsanfällig die Volatilität selbst ist. Eine ruhige Volatilität erleichtert Anpassungen und Risikomanagement erheblich.
- Markttrend (S&P 500 vs. 50-Tage-Linie) dient als Sicherheitsfilter. Abwärtstrends können Stillhalter auch bei scheinbar ruhigem Marktumfeld „zermürben“.
- Anlegerstimmung (Put/Call-Ratio) zeigt, ob Absicherung gefragt ist oder Sorglosigkeit dominiert. Extreme Sorglosigkeit wirkt für mich bremsend, selbst wenn andere Signale positiv sind. Extreme Sorglosigkeit liegt dann vor, wenn deutlich mehr Calls als Puts gekauft werden. Umgekehrt könnte extreme Vorsicht (Put-Anzahl überwiegt deutlich) für den Verkauf von Optionsprämien trotz erhöhter Nervosität konstruktiver sein. In solchen Phasen ist viel Absicherung bereits im Markt, negative Erwartungen sind also eingepreist.
Wie der Score technisch abgeleitet wird
Die Optionsampel bewertet jede Kennzahl zunächst einzeln danach, ob sie das Umfeld für den Verkauf von Optionsprämien unterstützt oder bremst. Diese Einzelbewertungen werden anschließend unterschiedlich gewichtet, je nachdem, wie relevant der jeweilige Faktor für Stillhalter ist.
Besonders stark fließen die Volatilitätsstruktur, die Stabilität der Volatilität und das übergeordnete Marktregime in den Score ein. Die Anlegerstimmung wirkt dagegen bewusst als Korrektiv und kann ein ansonsten positives Umfeld dämpfen.
Aus der gewichteten Gesamtschau ergibt sich ein Score zwischen 0 und 100, der die aktuelle Marktlage von defensiv bis offensiv einordnet.
Der aktuelle Stand der Optionsampel
📋 Ergebnis – Vereinfachte Übersicht
Kennzahl | Wert | Einfluss |
VIX | ~16,2 | leicht positiv |
VIX vs. VIX3M | klarer Contango | deutlich positiv |
VVIX | moderat | positiv |
S&P 500 vs. 50-Tage-Linie | oberhalb | positiv |
Equity Put/Call Ratio | ~0,33 | dämpfend |
Gesamt-Score | ≈ 74 Punkte | offensiv |
Interpretation für Leser
Die Optionsampel steht aktuell bei rund 74 Punkten und damit klar im offensiven Bereich. Das Marktumfeld ist strukturell freundlich für den Verkauf von Optionsprämien.
Besonders positiv wirkt die Volatilitätsstruktur. Der VIX liegt unter dem VIX3M, was auf ein geordnetes Risikoumfeld hindeutet. Kurzfristige Absicherung ist günstiger als mittelfristige, ein typisches Zeichen dafür, dass keine akute Stressphase eingepreist ist.
Auch der Volatilitätsstress bleibt moderat. Die Volatilität selbst zeigt keine ausgeprägten Sprungbewegungen. Anpassungen, Rollen und Risikomanagement bleiben damit planbar.
Der Markttrend liefert Rückenwind. Der S&P 500 notiert über seiner 50-Tage-Linie. Damit fehlt aktuell das Muster eines schleichenden Abwärtstrends, der Stillhalter über Wochen hinweg belasten kann, selbst wenn die Volatilität ruhig erscheint.
Bremsend wirkt die Anlegerstimmung. Die Put/Call Ratio liegt auf einem sehr niedrigen Niveau. Das signalisiert Sorglosigkeit und mahnt zur Disziplin bei Positionsgröße und Delta-Nähe. Dieser Faktor verhindert, dass die Optionsampel in den maximal offensiven Bereich kippt.
Fazit für die Praxis
Die Optionsampel steht auf offensiv, aber nicht auf maximaler Eskalationsstufe. Das Umfeld belohnt strukturierten Prämienverkauf, verlangt jedoch weiterhin sauberes Risikomanagement.
Genau dafür nutze ich die Optionsampel Woche für Woche: als ruhigen Kompass, der mir hilft, Emotionen auszublenden und meine Cashflow-Strategie konsequent umzusetzen.
Die Optionsampel wird ab jetzt dauerhaft in unserem neuen Dashboard bereitgestellt und dort regelmäßig aktualisiert. Unsere Premiumleser können sie zusätzlich jederzeit direkt über diesen Link abrufen.
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