IBM: Mein klarer KI-Favorit

IBM

IBM galt lange als Relikt einer anderen Tech-Ära. Stabil, verlässlich, aber ohne echte Wachstumsfantasie. Dieses Bild hält sich hartnäckig. Genau das macht die aktuelle Entwicklung so spannend.

Denn IBM arbeitet sich nicht zurück über Schlagzeilen oder große Versprechen, sondern über messbare Fortschritte im Kerngeschäft. Leise, fokussiert und breit über mehrere Sparten hinweg.

In einer Phase, wo Hyperscaler wie Amazon oder Microsoft Milliarden in KI-Infrastruktur investieren und Investoren zunehmend auf Kosten, Kapitalbedarf und Margen schauen, liefert IBM etwas Seltenes: Wachstum, steigende Gewinne und kräftigen Cashflow zur gleichen Zeit.

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IBM wächst wieder zweistellig

Das vierte Quartal 2025 markiert dabei einen echten Wendepunkt. IBM steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um 12 %. Noch deutlicher fällt die Entwicklung beim Ergebnis aus. Der Gewinn sprang um rund 90 %. Solche Wachstumsraten waren für IBM über viele Jahre nicht mehr zu sehen.

Diese Dynamik ist kein Einmaleffekt, sie ist Ausdruck eines veränderten Geschäftsmodells, das auf profitables Wachstum getrimmt wurde. Der freie Cashflow erreichte im Gesamtjahr 2025 ganze 14,7 Mrd. USD.

Software und KI: Wachstum nach innen und außen

Der wichtigste Treiber dieser Entwicklung ist das Softwaregeschäft. IBM hat hier nicht punktuell überzeugt, sondern strukturell. Im vierten Quartal wuchs Software um 14 %. Besonders stark entwickelten sich Automatisierungs- und Datenlösungen, also genau die Bereiche, in denen Unternehmen KI produktiv einsetzen und reale Effizienzgewinne erzielen.

Viele Firmen wollen KI nutzen, ohne ihre sensibelsten Daten vollständig in die Public Cloud von Amazon, Microsoft oder Google auszulagern. IBM bietet dafür die passende Architektur. Hybride Cloud und KI direkt im Unternehmen, kontrollierbar, integrierbar und vor allem skalierbar.

Dass IBM inzwischen ein KI-bezogenes Auftragsvolumen von über 12,5 Mrd. USD ausweist, zeigt, wie gut diese Strategie greift. Das ist kein Zukunftsversprechen, das ist ein konkreter Umsatzpfad.

Entscheidend ist, dass IBM KI nicht nur verkauft, sondern selbst einsetzt. Interne KI-Systeme steigern die Produktivität in der Softwareentwicklung und im operativen Betrieb deutlich. Das Management beziffert die bereits realisierten jährlichen Produktivitätsgewinne auf 4,5 Mrd. USD, mit weiterem Ausbau in Sicht.

Genau deshalb wächst der Cashflow schneller als der Umsatz. KI verbessert hier die operative Hebelwirkung und erhöht die Qualität der Gewinne.

Der Unterschied zu Big Tech ist klar sichtbar. Microsoft, Alphabet und Amazon bauen gigantische Rechenzentren auf, lange bevor klar ist, wann sich diese Investitionen rechnen. IBM nutzt KI gezielt, um Softwareumsätze zu skalieren, Prozesse zu automatisieren und bestehende Kundenbeziehungen zu vertiefen. KI wirkt hier als Margenverstärker.

Planbare Einnahmen durch Kundenbindung

Auch das Beratungsgeschäft spielt heute eine andere Rolle als früher. Consulting ist bei IBM der Einstiegspunkt für Software und KI-Plattformen. Mehr als 25 % des Consulting-Backlogs entfallen inzwischen auf KI-Projekte.

Der gesamte Auftragsbestand liegt bei rund 32 Mrd. USD. Wachstum entsteht hier aus realen Kundenproblemen, die schrittweise in langfristige Lösungen überführt werden.

Parallel dazu steigt der Anteil wiederkehrender Erlöse. Diese liegen inzwischen bei 23,6 Mrd. USD und sind innerhalb eines Jahres um mehr als 2 Mrd. USD gewachsen.

Das verändert die Qualität des Geschäfts spürbar. IBM verdient immer weniger an Einmaleffekten und immer mehr an dauerhaften Kundenbeziehungen. Für Investoren bedeutet das höhere Visibilität und bessere Planbarkeit.

Infrastruktur als Cashflow-Beschleuniger

Mainframes gelten heute als Produkte aus längst vergangenen Zeiten. Umso überraschender ist, dass IBMs Infrastruktursparte im vierten Quartal um satte 21 % wuchs. Der neue z17-Mainframe war der zentrale Treiber. Der Umsatz mit IBM Z sprang um mehr als 60 %.

Der Grund ist pragmatisch. In regulierten Branchen zählen Sicherheit, Verfügbarkeit und Datensouveränität mehr als modische Cloud-Architekturen. KI-Anwendungen erhöhen diese Anforderungen zusätzlich. Statt sie zu ersetzen, werden Mainframes einfach modernisiert.

IBM sitzt genau an diesem Punkt der Wertschöpfungskette. Infrastruktur liefert hier nicht nur Stabilität, sie liefert Cashflow und zusätzlichen Rückenwind.

Ausblick: Wachstum, Disziplin und die Quantum-Option

Offiziell rechnet das Management für 2026 mit einem Umsatzwachstum von mehr als 5 %. Nach diesem Quartal halte diese Prognose für bewusst defensiv und erwarte für 2026 ein Wachstum von mindestens 6 % bis 7 %.

Diese Einschätzung ergibt sich aus den operativen Treibern, die bereits sichtbar sind. Zweistelliges Softwarewachstum, eine gut gefüllte KI-Pipeline, steigende wiederkehrende Erlöse und ein starker Mainframe-Zyklus sprechen für mehr.

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Eine rosige Zukunft

IBM hat im vierten Quartal gezeigt, dass zweistelliges Wachstum, ein nahezu verdoppelter Gewinn und steigender Cashflow kein Zufall mehr sind.

Software und KI bilden den strukturellen Motor, Consulting sorgt für Nachfrage, Infrastruktur liefert den Cashflow und Quantum eröffnet eine langfristige Wachstumsoption mit klarer Roadmap.

In einer Zeit des KI-Wettrüstens um jeden Preis zeigt IBM, wie sich Künstliche Intelligenz strategisch nutzen lässt, ohne das Geschäftsmodell zu überdehnen.

Ich bleibe von IBM überzeugt und sehe auch nach dem jüngsten Zahlenwerk keinen Anlass, an der positiven Einschätzung etwas zu ändern. 

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Hinweis auf Interessenskonflikte: Dieser Beitrag stellt eine Meinung des Autors dar. Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens: IBM. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber oder Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern, und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren. 

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