Der 6.000-Dollar-Trade mit AMD

Der 6000 Dollar Trade mit AMD

Im letzten Beitrag habe ich Dir anhand der Aktie von Procter & Gamble gezeigt, wie ich in Seitwärtsmärkten einen stetigen Einkommensstrom generiere.

Der Wert bewegte sich seit meinem Einstieg im Juli 2025 kaum von der Stelle. Kein Momentum, keine nennenswerte Bewegung. Dennoch habe ich im Stillhalter-Depot dank Prämieneinnahmen über 1.300 USD Cashflow generiert. Komplett ohne Kursgewinne.

Die Frage einer Leserin

Nun hat mich eine Leserin gefragt:

„Ist das Stillhalter-Depot also ein Instrument für Seitwärtsmärkte und sonst nichts?“

Natürlich nicht. Ich habe das Stillhalter-Depot bewusst auf Seitwärtsmärkte ausgerichtet, weil sich optionsbasierte Stillhaltergeschäfte dafür ideal eignen. Für dynamischere Werte nutze ich in der Regel meine Aktiendepots, also das dividendenbasierte Cashflow-Depot sowie das dynamische Wachstumsdepot.

Wenn ein direkter Einstieg über Aktienkauf jedoch noch nicht reif ist, etwa weil ich kurzfristig erhöhte Volatilität oder einen Rücksetzer erwarte, dann rückt wieder das Stillhalter-Depot in den Fokus. Dort sichere ich mir Prämien und definiere gleichzeitig meinen Wunschpreis für den Einstieg.

Und damit kommen wir zu AMD

Im Spätsommer 2024 fiel mir AMD besonders auf. Die Anleger konzentrierten sich zu diesem Zeitpunkt stark auf den Chipriesen Nvidia und schenkten dem Konkurrenten kaum Beachtung. Und das, obwohl AMD damals schon eine starke KI-Pipeline hatte.

Gleichzeitig war die Volatilität vor den Earnings erhöht, sodass ein Rücksetzer wahrscheinlich war. Höhere Schwankungsbreite bedeutet höhere Optionsprämien und spielt uns Stillhaltern in die Karten.

Daher verkaufte ich einen Short-Put mit Strike 160 USD und verpflichtete mich damit, 100 Papiere zu diesem Kurs zu übernehmen, sofern AMD zurücksetzt. Die erste Prämie von satten 660 USD floss sofort.

Im September 2024 wurden mir schließlich 100 AMD-Aktien zu Kursen von 160 USD eingebucht.

Positionsaufbau mit System

Als die Schwankungen zunahmen, baute ich die Position in mehreren Tranchen aus. Jeder größere Rücksetzer wurde zum Nachkauf genutzt.

Der Plan war von Anfang an zweigeteilt. Einen Teil der Position wollte ich über einen Short-Call ausbuchen lassen, um Kapital freizusetzen und Risiko zu reduzieren. Der verbleibende Teil sollte vom Kurspotenzial profitieren.

AMD startete anschließend eine dynamische Aufholjagd. Ich nutzte die Situation und ließ die ersten 100 Stück planmäßig über einen Short Call ausbuchen. Zur Erinnerung: Beim Schreiben eines Calls verpflichtet man sich, die Aktien zu einem vorher festgelegten Wunschpreis zu verkaufen.

Damit habe ich das Risiko reduziert, um dem verbleibenden Bestand mehr Spielraum zu bieten. Die restlichen 100 Papiere wurden dann erst bei 180 USD über einen weiteren Call ausgebucht.

Das Ergebnis

Knapp ein Jahr nach meinem Einstieg standen damit 2.246 USD Prämieneinnahmen und 4.000 USD Kursgewinn zu Buche.

Hier wird der eigentliche Unterschied sichtbar. Die Prämien haben nicht nur das Warten bezahlt. Sie haben gleichzeitig den Einstiegspreis reduziert und die Rendite erhöht. Als die Aktie anschließend stieg, kam der Kursgewinn als zweite Ertragsquelle hinzu.

Und damit nicht genug

Als absehbar war, dass die restlichen Aktien über Short-Calls aus dem Stillhalter-Depot ausgebucht werden, habe ich AMD in mein Wachstumsdepot übernommen. Dort läuft die Aktie als Langfristposition weiter und liegt bereits rund 60 % im Plus.

Gleichzeitig habe ich mich wieder auf die Lauer gelegt, um erneute Kursrücksetzer im Stillhalter-Depot zu nutzen. Vor wenigen Tagen war es schließlich so weit. Im Zuge des allgemeinen Tech-Abverkaufs geriet auch AMD unter Druck und setzte deutlich zurück.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und erneut einen Short-Put mit Strike 160 USD verkauft (Prämie von 350 USD) eingesammelt. Damit würde mein möglicher Einstiegspreis exakt auf dem Niveau von 2024 liegen.

Wenn AMD wieder so günstig wird, bin ich bereit für die nächste Runde. Wenn nicht, bleibt die Aktie im Wachstumsdepot und sorgt für weitere Kursgewinne. In beiden Fällen profitiere ich.

Im unteren Chart wird der Ablauf der Cashflow-Strategie nochmal grafisch veranschaulicht (links). Auf der rechten Seite findest Du das entsprechende Update des Stillhalter-Depots vom 17.02.2026.

Die zentrale Erkenntnis

Mit defensiven Titeln wie Procter & Gamble stabilisiere ich den Cashflow. Mit dynamischen Titeln erhöhe ich das Renditepotenzial.

Die Strategie funktioniert nicht nur im Seitwärtsmarkt. Sie funktioniert auch überall dort, wo Volatilität hoch ist und ich einen attraktiven Einstiegspreis definieren kann.

Cashflow entsteht nicht durch Hoffnung. Cashflow entsteht durch Struktur.

Du bist nicht allein

Wenn Du das ebenfalls umsetzen möchtest, begleite ich Dich im Premiumbrief. Dort erhältst Du alle Updates, Setups und Entscheidungen transparent und nachvollziehbar.

Als Optionsanfänger kannst Du zunächst mit unseren Aktien- und ETF-Depots starten und Dich Schritt für Schritt auch an das optionsbasierte Stillhalter-Depot herantasten.

Zahlreiche Leser sind diesen Weg bereits gegangen und haben sich so ein stabiles Börseneinkommen aufgebaut. Jetzt liegt es an Dir.

Das Stillhalter-Depot kannst Du auch im Rahmen eines dreimonatigen Testabos hier testen.

Hinweis auf Interessenskonflikte: Dieser Beitrag stellt eine Meinung des Autors dar. Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens: AMD. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber oder Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern, und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren. 

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