Iran-Schock & KI: Die neue Rangfolge der Gewinner

Der Iran-Konflikt hat dem Markt in den vergangenen Wochen einen unangenehmen Realitätscheck verpasst. Ölpreise, Inflation und Zinsen stehen wieder stärker im Fokus. Das fühlt sich wie ein klarer Rückschritt an.

Reuters berichtet, dass sich die Ölprognosen für 2026 seit Kriegsbeginn Ende Februar so stark nach oben verschoben haben wie noch nie in seiner bisherigen Erhebung. Ein zentraler Grund ist die andauernde Blockade der Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Verkehrs läuft.

Der Iran-Schock verändert die Rangfolge der Gewinner

In diesem Marktumfeld macht sich nun auch unter KI-Anlegern Ernüchterung breit. Aktien, die zuvor fast nur den Weg nach oben kannten, haben inzwischen deutlich korrigiert. Selbst Schwergewichte wie Microsoft, SAP oder Alphabet bleiben von dieser Entwicklung nicht verschont.

Viele Marktteilnehmer ziehen aus dieser Lage einen einfachen Schluss. Wenn Energie teurer wird und die Zinsfantasie bröckelt, dann müsse der KI-Boom an Kraft verlieren. Ich halte diese Schlussfolgerung für zu oberflächlich.

Aus meiner Sicht wird der KI-Boom nicht gestoppt. Er wird härter selektiert. Denn höhere Energiepreise und mehr Unsicherheit treffen vor allem die Teile des Marktes, die stark von Fantasie leben. Dort wird Kapital vorsichtiger. Projekte werden schärfer geprüft. Bewertungen geraten schneller unter Druck.

Gleichzeitig steigen jedoch die Chancen für Unternehmen, die ein echtes Nadelöhr besetzen. Wer gebraucht wird, wenn Rechenzentren gebaut, versorgt, gekühlt und ans Netz gebracht werden müssen, rückt in einem solchen Umfeld nach vorn.

Diese Verschiebung ist für mich die viel spannendere Botschaft als der tägliche Blick auf den Ölpreis. Die IEA erwartet, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden erhöht. Das zeigt, wie groß der physische Unterbau dieses Booms inzwischen geworden ist.

KI ist 2026 vor allem ein Strom- und Effizienzthema

Folge: Der Ausbau großer Rechenzentren stößt stärker auf physische Grenzen. Dazu zählen lange Wartezeiten beim Netzanschluss und Lieferzeiten von bis zu 100 Wochen bei Transformatoren in Europa.

Wenn sich der Markt also wieder stärker mit Energiepreisen beschäftigt, dann stärkt das aus meiner Sicht nicht die lautesten KI-Namen. Es stärkt die Unternehmen, die den Energiebedarf beherrschbar machen. Denn jedes zusätzliche KI-System braucht Rechenleistung. Jede neue Rechenleistung braucht Strom. Und dieser Strom muss verteilt, abgesichert, gekühlt und effizient genutzt werden.

Für mich ist das der neue Kern dieser Marktphase. Der Iran-Konflikt belastet den Gesamtmarkt an der Oberfläche. Unter der Oberfläche macht er den nächsten Schritt im KI-Boom sichtbarer. Aus einem Technologiethema wird immer stärker ein Infrastruktur- und Effizienzthema.

Europa könnte mehr profitieren, als viele erwarten

Gerade in Europa finde ich diese Entwicklung spannend. Der Kontinent will technologisch unabhängiger werden und zugleich seine eigene KI-Infrastruktur ausbauen. Die EU verfolgt mit ihrer InvestAI-Initiative das Ziel, bis zu fünf AI-Gigafactories mit einer 20-Milliarden-Euro-Fazilität anzuschieben.

Deutschland will die heimische Rechenzentrumskapazität bis 2030 mindestens verdoppeln und die KI-bezogene Datenverarbeitung vervierfachen. Das sind keine Randnotizen. Das sind politische Signale, wohin Kapital, Nachfrage und industrielle Prioritäten in den kommenden Jahren fließen könnten.

Hinzu kommt ein zweiter Punkt. Das Angebot ist schon heute knapp. JLL meldet für die großen europäischen Rechenzentrumsstandorte eine Leerstandsquote von nur noch 6,3 %. Die Pipeline ist bereits zu 83 % vorvermietet.

Das heißt für mich: Wer in Europa die Infrastruktur für diesen Ausbau liefert, trifft auf einen Markt, in dem Kapazitäten schon jetzt eng sind. 

Worauf ich jetzt achte

Ich stelle mir dabei vor allem drei Fragen.

  1. „Sitzt ein Unternehmen an einer echten Engstelle des KI-Ausbaus?“

  2. „Bleibt die Nachfrage hoch, auch wenn einzelne Hype-Aktien korrigieren?“

  3. „Zeigt die Aktie bereits Stärke, obwohl der breite Markt noch ringt?“

Wenn ich diese Fragen auf Europa anwende, dann lande ich nicht bei den üblichen Schlagzeilen. Ich lande bei Unternehmen, die Stromanbindung, Kühlung, Netztechnik, Automatisierung oder spezialisierte Industrieausrüstung liefern.

Dort sehe ich aktuell den Bereich, in dem sich Substanz, Nachfrage und geopolitischer Rückenwind am stärksten bündeln. Für mich ist das die eigentliche Botschaft dieser Tage. 

Aus diesem Grund habe ich einen neuen Spezialreport erstellt, der sich gezielt auf die europäischen Schaufelverkäufer fokussiert, ohne die der KI-Ausbau auf unserem Kontinent nicht möglich wäre.

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