Zahlen-Roulette oder Chance? Meine Earnings-Strategie
Während der Berichtssaison stellen mir meine Leser immer wieder die Frage, wie ich Earnings handle. Meine einfache Antwort darauf lautet: gar nicht aktiv.
Ich nehme in der Regel zunächst eine beobachtende Rolle ein und schaue mir an, wie sich die Unternehmen aus meinen Depots operativ entwickelt haben. Erst danach treffe ich Entscheidungen.
Das gilt auch für Titel, die auf meiner Wunschliste stehen, mir aktuell aber noch zu teuer sind. Stärkere Kursrückschläge nach den Earnings können attraktive Gelegenheiten sein, um gezielt einzusteigen.
Doch wie ist es mit Optionsgeschäften?
Auch hier ist Zurückhaltung angesagt. Zwar sind die Optionsprämien kurz vor den Earnings aufgrund der erhöhten impliziten Volatilität besonders lukrativ. Genau deshalb ist aber Vorsicht geboten: Auf bestimmte Kursbewegungen rund um die Zahlen zu setzen, grenzt an Glücksspiel.
Die Erfahrung zeigt, dass selbst bei starken Ergebnissen häufig abverkauft wird. „Sell on good news“ ist an der Börse kein seltenes Phänomen. Umgekehrt sieht man bei enttäuschenden Zahlen manchmal, dass eine Aktie trotzdem steigt, weil der Markt offenbar noch Schlimmeres erwartet hatte.
Das zeigt sehr gut, warum ich Stillhaltergeschäfte nicht als kurzfristige Wette auf Quartalszahlen verstehe. Entscheidend ist nicht, ob eine Aktie nach den Earnings an einem einzelnen Tag steigt oder fällt. Entscheidend ist, ob ich rund um starke Qualitätsaktien regelmäßig attraktive Prämien vereinnahmen kann.
Praxisbeispiel Procter & Gamble (PG)
Procter & Gamble ist dafür ein anschauliches Beispiel. Die Aktie selbst hat seit meinem Einstieg im Stillhalter-Depot (im Juli 2025) kaum Kursgewinn geliefert. Trotzdem ist durch Put-Prämien, Call-Prämien und Dividenden ein Cashflow von insgesamt 1.922 USD entstanden.
Zuletzt zeigte sich die Aktie etwas volatil. Daher musste ich abwarten, bis sich ein neuer starker Setup für einen Call-Verkauf ergibt. Diese Gelegenheit ergab sich nach den jüngsten Earnings am vergangenen Freitag.
Der Wert legte mehrere Prozent zu und ich konnte erneut einen Call im Bereich meines Einstiegs (Basispreis: 155 $) platzieren. Die komplette Trade-Historie siehst Du in der Übersicht unten.

Sollte die Aktie über den Basispreis steigen und ausgebucht werden, wäre das für mich kein Problem. Dann hätte ich die Prämien und Dividenden vereinnahmt und die Position im Bereich meines Einstandskurses wieder abgegeben. Bleibt die Aktie unter dem Basispreis, behalte ich die Aktien und kann erneut Call-Optionen verkaufen.
Das ist der Kern meiner Stillhalterstrategie: Ich muss nicht jede Kursbewegung richtig vorhersagen. Ich brauche Qualitätsaktien, Geduld und Setups, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis stimmt.
Im Premiumbrief wird aus Earnings-Chaos planbarer Cashflow
Das Gute ist: Du musst solche Setups nicht allein finden und nicht jede Earnings-Reaktion selbst einordnen. Dafür gibt es meinen Premiumbrief. Und dort entscheidet nicht der schnelle Impuls, sondern die saubere Auswahl von Qualitätsaktien, passenden Basispreisen und attraktiven Prämien.
Ich zeige dir dort regelmäßig, welche Setups ich selbst handle, wo ich bewusst abwarte und wann sich eine neue Chance ergibt. Allein im Stillhalter-Depot habe ich auf diese Weise bereits über 20.000 $ beziehungsweise rund 17.000 € Cashflow generiert, obwohl das investierte Kapital dort im Schnitt bei unter 30.000 € lag.
Falls du diese Strategie nicht allein umsetzen möchtest, ist jetzt ein guter Zeitpunkt einzusteigen. Die Frühjahrsaktion endet in Kürze: Nur noch kurze Zeit sicherst du dir 20 % Rabatt auf das Premium-Abo und den neuen Spezialreport „Der KI-Boom: Europas wahre Gewinner“.