KI-Rausch vorbei? So triffst du die Gewinner von morgen

Wir befinden uns in einem fortgeschrittenen Bullenmarkt. Ein Markt, in dem die Euphorie zuletzt sichtbar zugenommen hat.

Auffällig sind vor allem die Bewertungen mancher Unternehmen, die kaum bisher Gewinne erwirtschaften, teilweise noch kaum Umsätze vorweisen und trotzdem an der Börse hochgejubelt werden: Grund: Sie werden irgendwie mit KI, Quantencomputing oder einem anderen Trendthema in Verbindung gebracht.

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Für mich ist das kein neues Phänomen. Es gehört fast schon zu jeder späteren Phase eines Bullenmarktes dazu. Für wertorientierte Anleger bringt ein solches Umfeld Risiken, aber auch große Chancen mit sich.

Wie Du bereits aus diesem Newsletter weißt, investiere ich nicht blind in die Euphorie hinein, sondern warte die Konsolidierung ab. Danach suche ich nach einem Einstieg, bei dem die mögliche Rendite das Risiko wieder klar überwiegt.

Doch wann ist die Aktie reif für den Einstieg?

Das absolute Tief wird man in den meisten Fällen nicht erwischen. Das ist auch nicht mein Anspruch. In meiner Praxiserfahrung haben sich aber mehrere Kriterien bewährt, die mir bei der Einordnung helfen. Besonders wichtig ist für mich eine Bewertung, die im historischen Vergleich wieder vernünftiger wirkt.

Zusätzlich nutze ich seit vielen Jahren ein charttechnisches Muster, das vor allem durch William O’Neil bekannt wurde: die Tasse-mit-Henkel-Formation.

Diese Formation sieht im Chart tatsächlich aus wie eine Tasse mit kleinem Henkel auf der rechten Seite. Nach einem Rückgang bildet die Aktie über Wochen oder Monate einen rundlichen Boden und arbeitet sich wieder in Richtung des alten Hochs vor. Das ist die eigentliche Tasse. Kurz vor dem Ausbruch folgt häufig noch eine kleinere Konsolidierung. Dieser Rücksetzer bildet den Henkel.

Ich steige häufig bereits im Bereich des Henkels ein, also bevor der Ausbruch offiziell bestätigt ist. Dort ist die Aktie oft noch nicht davongelaufen, und das Chance-Risiko-Verhältnis ist für mich attraktiver.

Praxisbeispiel AMD: Erst Geduld, dann der starke Ausbruch

Ein gutes Beispiel aus meinem Premiumbrief ist AMD. Ich habe bereits im Dezember 2024 in die Aktie im Wachstumsdepot investiert. Seitdem liegt der Titel dort mit 300 % im Plus.

Zum damaligen Zeitpunkt bildete AMD eine Tasse-mit-Henkel-Formation aus. Ich stieg also zu Kursen von 134,71 USD im Bereich des Henkels ein. Der erhoffte Ausbruch kam aber zunächst nicht. Die Aktie konsolidierte weiter und formte später erneut eine klare Tasse-mit-Henkel-Formation aus. Ich nenne solche Muster auch eine doppelte Tasse.

Für Anleger ist das besonders interessant, weil der Markt damit eine zweite Gelegenheit bietet, sich vor dem nächsten möglichen Ausbruch zu positionieren.

Zwischen Oktober 2025 und März 2026 bekamen Anleger also eine weitere Chance, im Bereich des Henkels einzusteigen. Dieses Mal folgte der erhoffte Ausbruch. Die Aktie legte in nur 3 Monaten knapp 165 % zu und befindet sich seitdem in einem intakten Aufwärtstrend.

Doch was mache ich, wenn ich im Henkel einsteige und der Ausbruch zunächst ausbleibt?

Ich arbeite dafür mit einer einfachen Methode. Ich reserviere vorab ein bestimmtes Kapital, das ich in einen Titel wie AMD investieren möchte, und baue die Position schrittweise auf. So habe ich AMD zusätzlich im Stillhalter-Depot gehandelt, wie Du diesem Beitrag entnehmen kannst.

Praxisbeispiel Cisco: Aktie gekauft, Calls gehebelt

Auch bei Cisco zeigte der Langfristchart zwischen 2022 und 2025 eine doppelte Tasse. Ich bin erst im Februar 2025 zu Kursen von 65,12 USD im Bereich des Henkels eingestiegen, weil die Charttechnik zu diesem Zeitpunkt durch die Fundamentaldaten gestützt wurde (Ergebnis: +100 %).

Spannend war an Cisco, dass es sich auch für eine zweite Vorgehensweise eignete, die ich im Stillhalter-Depot regelmäßig nutze: den gezielten Einsatz von Call-Optionen.

Bereits 3 Wochen vor der Aufnahme ins Wachstumsdepot kaufte ich mehrere Calls auf Cisco mit Strike bei 65 USD. Diese Position verdoppelte sich innerhalb kurzer Zeit im Wert. Ich verkaufte anschließend die Hälfte der Calls mit einem Plus von 100 %, nahm also den Einsatz heraus und schloss den Rest später erneut mit Gewinn.

Danach setzte ich erneut auf Cisco, diesmal mit einer etwas defensiveren Optionsstruktur – dem sogenannten Bull-Call-Spread, der ebenfalls einen satten Gewinn einbrachte. Diesen Trade habe ich in diesem Newsletter ausführlicher beschrieben.

Das Stillhalter-Depot ist Teil des Premiumbriefs, den du hier 3 Monate lang vorab testen kannst.

Was kannst du daraus mitnehmen?

Du musst einer Rally nicht blind hinterherlaufen. Auch in einem starken Bullenmarkt entstehen immer wieder attraktive Chancen, nur findet man sie selten in der größten Euphorie. Meist braucht es Geduld, bis starke Aktien konsolidieren und wieder attraktive Einstiegs-Setups bieten.

Die Tasse-mit-Henkel-Formation ist dabei kein Wundermittel. Sie hilft mir aber, starke Unternehmen nicht zu früh und nicht zu spät einzusammeln. Besonders spannend wird es für mich, wenn Chartbild, Fundamentaldaten, Bewertung und Investmentthese zusammenpassen.

Diesen Ansatz setze ich im Premiumbrief laufend in der Praxis um. Dort zeige ich, welche Aktien ich aktuell beobachte, wo ich einsteige, wie ich Positionen aufbaue und wann ich Gewinne realisiere.

Wenn du künftig nicht erst nach einer Rally auf solche Chancen aufmerksam werden möchtest, findest du hier alle Informationen zum Premiumbrief:

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