PayPal Übernahme geplatzt: Fokus liegt nun auf Eigenständigkeit
Ein Konsortium aus dem Finanzinvestor Advent International und dem Zahlungsabwickler Stripe hat die geplante Übernahme des US-Zahlungsdienstleisters PayPal aufgegeben. In den Monaten davor wurde die Paypal Aktie vom Markt wiederentdeckt. Die Absage durch die Paypal-Führung führte zu einem deutlichen Kursrückgang der PayPal-Aktie und verlagert den Fokus der Anleger wieder auf das eigenständige operative Geschäft des Unternehmens.
Details der gescheiterten Übernahme
Das Konsortium hatte Insidern zufolge ein Angebot von 60,50 USD pro PayPal-Aktie unterbreitet. Dies hätte PayPal mit über 53 Mrd. USD bewertet. Der Vorstand von PayPal lehnte die Offerte jedoch als unzureichend ab und äußerte Bedenken hinsichtlich regulatorischer sowie finanzieller Hürden. Daraufhin stellten die Kaufinteressenten ihre Übernahmebemühungen ein.
Kursreaktion und Analystenbewertung
Nach Bekanntwerden des Scheiterns der Übernahmepläne brach die PayPal-Aktie im vorbörslichen Handel und am Freitag, den 28. August 2026, um rund 13 % bis 14 % ein. Der Kurs notierte anschließend bei etwa 52,49 USD bis 53,66 USD. Die Übernahmespekulationen hatten der Aktie in den Vormonaten deutlichen Rückenwind verliehen. Mit dem Wegfall dieser Prämie bewertet der Markt die Aktie nun wieder auf Basis ihrer Fundamentaldaten. Analysten wie Mizuho und Loop Capital senkten ihre Kursziele auf 51 USD beziehungsweise 50 USD, unter Verweis auf die weggefallene Übernahmeprämie und den starken Wettbewerbsdruck im Checkout-Geschäft.
- Angebotspreis pro Aktie: 60,50 USD
- Bewertung von PayPal: über 53 Mrd. USD
- Kursrückgang nach Bekanntgabe: ca. 13 % bis 14 %
PayPals strategische Neuausrichtung
PayPal befindet sich unter CEO Enrique Lores, der im März 2026 die Führung übernahm, in einem Turnaround-Prozess. Das Unternehmen wird in drei fokussierte Einheiten umstrukturiert: Checkout, Venmo sowie Zahlungen und Krypto. Der Blick richtet sich nun vollständig auf das operative Geschäft und die Fähigkeit des Unternehmens, ohne Übernahmeangebot Wert für die Aktionäre zu schaffen. Das Unternehmen wird künftig stärker an den operativen Ergebnissen gemessen, ob der harten harten Konkurrenz durch Stripe, Adyen, Google Pay, Apple Pay und Klarna.
Einordnung für die Anleger
Der Cashflow Profi bleibt aufgrund des hohen Wettbewerbs und der niedrigen Margen für die Paypal-Aktie skeptisch gestimmt.
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