Chip-Aktien unter Druck: Arm, Infineon und Intel führen weltweiten Kursrutsch an

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Öffentliche Forderungen führender Manager nach einem gedrosselten Tempo bei der Modellentwicklung lösen spürbare Kursverluste bei Chipherstellern aus. Investoren befürchten ein langsameres Wachstum der Infrastrukturausgaben und ziehen massiv Kapital aus dem Halbleitersektor ab.

US-Schwergewichte von Nvidia bis Intel im Abwärtssog

An den US-Börsen führen Intel mit einem Minus von 8,0 % und AMD mit 5,8 % die Verliererliste unter den Prozessorherstellern an. Der Branchenprimus Nvidia büßt 3,9 % ein, während Broadcom um 3,9 % nachgibt.

Der Chipdesigner Arm Holdings verzeichnet einen Kursrutsch von 9,6 %. Auch die Ausrüster Lam Research und Applied Materials verlieren mit Abschlägen von 7,5 % und 7,3 % deutlich an Boden.

Speicherhersteller und europäische Ausrüster stark getroffen

Speicherchiphersteller reagieren besonders sensibel auf eine mögliche Verlangsamung der Rechenzentrumsinvestitionen. Die Papiere von Micron Technology sinken um 6,0 %, während in Asien SK Hynix um 7,3 % und Samsung Electronics um über 4 % nachgeben.

In Europa gerät der Lithografiespezialist ASML mit einem Kursabschlag von 6,5 % erheblich unter Verkaufsdruck. Im deutschen Leitindex verliert Infineon 8,3 %, während STMicroelectronics um 6,9 % fällt.

Sicherheitsdebatte bremst bisherige Wachstumsfantasien

Die Chefs von Anthropic, OpenAI und SpaceX forderten am Wochenende eine Drosselung der Entwicklungsschritte bei hochentwickelten Systemen aus Sicherheitsgründen. OpenAI verschiebt vor diesem Hintergrund zudem den geplanten Börsengang.

Zusätzlichen Druck erzeugen auf über 108 USD je Barrel gestiegene Rohölpreise der Sorte Brent. Vor den anstehenden Zinsentscheidungen internationaler Notenbanken fließt Kapital verstärkt aus hoch bewerteten Technologieaktien ab.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Kursverlust Arm Holdings: -9,6 %
  • Kursverlust Infineon: -8,3 %
  • Kursverlust Intel: -8,0 %
  • Kursverlust ASML: -6,5 %
  • Kursverlust Nvidia: -3,9 %

Einordnung für Anleger

Die koordinierte Sicherheitsdebatte der führenden KI-Labore stellt das bisher ungebremste Investitionstempo der Cloud-Konzerne infrage. Sollten die Betreiber von Rechenzentren ihre milliardenschweren Bestellungen anpassen, droht hoch bewerteten Halbleiterwerten eine längere Bewertungskorrektur.

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Hinweis auf Interessenkonflikte: Dieser Beitrag stellt eine Meinung des Autors dar. Der Herausgeber hält Aktien des besprochenen Unternehmens: Nvidia, ASML, AMD. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber oder Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern, und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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