10-jährige US-Bonds steigen über 5 %: Renditehöchststand seit 2007


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Die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen ist über die Marke von 5 % gestiegen und hat mit bis zu 5,04 % den höchsten Stand seit Juli 2007 erreicht. Der weltweite Abverkauf von Anleihen verteuert die Kreditaufnahme für Staaten sowie Unternehmen und belastet die Aktienmärkte spürbar.

Treiber hinter dem Renditesprung

Verantwortlich für die Renditesteigerung ist ein deutlicher Anstieg der Ölpreise, bei dem Rohöl der Sorte Brent auf über 107 USD je Barrel kletterte. Gleichzeitig lag die US-Inflationsrate im August mit 3,4 % weiterhin spürbar über dem Zielwert der US-Notenbank.

An den Terminmärkten preisen Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve um 25 Basispunkte mit über 90 % ein. Zudem belasten die wachsende US-Staatsverschuldung von rund 40 Bio. USD sowie umfangreiche Schuldenemissionen von Technologiekonzernen den Markt für Staatspapiere.

Druck auf Aktien und europäische Zinsen

Der Zinsanstieg drückt auf die Kurse der großen US-Aktienindizes und trifft besonders zinssensible Branchen wie den Bausektor. Parallel dazu zogen auch europäische Renditen an, wodurch 10-jährige deutsche Bundesanleihen auf mehr als 3,5 % kletterten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • 10-jährige US-Anleiherendite: Höchststand bei 5,04 % (höchster Wert seit Juli 2007)
  • Brent-Ölpreis: Über 107 USD je Barrel
  • US-Inflationsrate (August): 3,4 % im Jahresvergleich
  • Fed-Zinserwartung (CME FedWatch): Über 90 % Wahrscheinlichkeit für +25 Basispunkte
  • 10-jährige Bundesanleihe: Rendite über 3,5 %
Kennzahlen im Überblick
Darstellung: Cashflow Profi | Werte aus dem Artikel

Einordnung für Anleger

Renditen von 5 % machen festverzinsliche US-Papiere zu einer attraktiven Alternative für institutionelle Anleger und erhöhen den Abzinsungsfaktor für zukünftige Unternehmensgewinne. Die Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch bildet den nächsten entscheidenden Auslöser, da ein weiterer Zinsschritt die Finanzierungsbedingungen zusätzlich strafft.

Der Cashflow-Profi sagt: Wer praktisch risikofrei 5 % bekommen kann, verlangt für Aktien eine deutlich höhere Risikoprämie. Und genau das trifft zuerst die teuersten Bewertungen. Wenn die 5 % bei US-Treasuries bleiben, wird 2026 wieder stärker das Jahr der Bewertung und weniger das Jahr der Story.

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