Die weltweiten Ausgaben für Künstliche Intelligenz erreichen im Jahr 2026 ein Volumen von 2,67 Bio. USD. Dies entspricht einem Zuwachs von 49,5 % gegenüber 2025 und sichert Ausrüstern von Rechenzentren sowie Halbleiterherstellern anhaltend hohe Einnahmen.
Infrastruktur dominiert die globale Investitionswelle
Den größten Anteil an den weltweiten Gesamtausgaben bildet mit 1,48 Bio. USD die KI-Infrastruktur nach rund 982 Mrd. USD im Jahr 2025. Vor allem Hyperscaler und Rechenzentrumsbetreiber investieren massiv in KI-optimierte Server, Netzwerktechnik und Halbleiter.
Laut Gartner bleibt die Nachfrage nach Rechenleistung trotz steigender Speicherpreise unelastisch. Für das Jahr 2027 erwartet das Analysehaus einen weiteren Anstieg der weltweiten Infrastrukturausgaben auf knapp 1,98 Bio. USD.
Wachstum bei Software und Unternehmensdiensten
Im Bereich Software steigen die weltweiten KI-Ausgaben im Jahr 2026 um 60,2 % auf 461,6 Mrd. USD. Softwarehersteller binden agentische KI-Systeme zunehmend in bestehende Unternehmensanwendungen ein, um Workflows direkt zu automatisieren.
Für KI-Dienstleistungen prognostiziert Gartner für 2026 ein Volumen von 576,5 Mrd. USD nach 434,0 Mrd. USD im Vorjahr. Bis 2027 soll das weltweite Gesamtvolumen aller KI-bezogenen Ausgaben auf 3,64 Bio. USD klettern.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- KI-Gesamtausgaben 2026: 2,67 Bio. USD (+49,5 %)
- KI-Infrastruktur 2026: 1,48 Bio. USD
- KI-Dienstleistungen 2026: 576,5 Mrd. USD
- KI-Software 2026: 461,6 Mrd. USD
- KI-Gesamtausgaben 2027: 3,64 Bio. USD

Einordnung für Anleger
Hardware- und Cloud-Infrastrukturanbieter sichern sich weiterhin den Löwenanteil des Kapitalflusses, da Hyperscaler ihre Kapazitäten zwingend ausbauen müssen. Für Softwarekonzerne wird die tatsächliche Monetarisierung integrierter KI-Agenten zum entscheidenden Faktor für künftige Margen. Ein zentrales Risiko stellen steigende Komponentenpreise und Energiekosten dar, falls Unternehmenskunden bei ausbleibender Effizienzsteigerung ihre Projektbudgets kürzen.
Der Cashflow Profi sieht aktuell insbesondere in Softwareunternehmen, die KI effektiv in ihre Produkte integrieren, ein hohes Potenzial.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Dieser Beitrag stellt eine Meinung des Autors dar. Der Herausgeber hält Aktien des besprochenen Unternehmens: Gartner. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber oder Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern, und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.
