Kletternde Renditen an den Anleihemärkten haben die wichtigsten US-Aktienindizes am Mittwoch spürbar ins Minus gedrückt. Unerwartet robuste Wirtschaftsdaten und anziehende Rohölpreise verstärkten an der Wall Street die Sorge vor länger anhaltenden Hochzinsen.
Starke Konjunkturdaten treiben Kapitalmarktzinsen
Auslöser für den Renditesprung waren besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes für die US-Wirtschaft. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte um 12 Basispunkte auf 5,08 %.
Zusätzlicher Inflationsdruck entstand am Rohstoffmarkt. Das Barrel der Sorte Brent verteuerte sich um 3,5 % auf rund 102,80 USD.
Technologiewerte und Nebenwerte führen Kursverluste an
Der technologielastige Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von 0,9 %, während der breiter gefasste S&P 500 um 0,7 % nachgab. Der Dow Jones schloss den Handelstag mit einem Abschlag von 0,5 % ab.
Besonders zinssensible Halbleitertitel gerieten unter Abgabedruck. Der Chip-Index SOXX fiel um 1,5 %, wobei SanDisk 3,0 % und Nvidia 1,5 % verloren.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen: Anstieg um 12 Basispunkte auf 5,08 %
- Rohöl Brent: Anstieg um 3,5 % auf 102,80 USD
- Nasdaq 100: -0,9 %
- S&P 500: -0,7 %
- Dow Jones: -0,5 %

Einordnung für Anleger
Steigende Renditen zehnjähriger Treasuries über der Marke von 5 % schmälern die Bewertungsprämien von Wachstums- und Tech-Aktien empfindlich. Solange Energiepreise und Konjunkturdaten die Inflationserwartungen anheizen, bleibt das Zinsniveau der zentrale Bremsklotz für eine Fortsetzung der Aktienrally.
