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DAX rutscht zum Handelsstart unter 25.000 Punkte
Der DAX ist am Donnerstag mit deutlichen Verlusten in den Oktober gestartet und unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht. Anhaltende Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen setzen den deutschen Aktienmarkt zum Auftakt des vierten Quartals unter Verkaufsdruck.
Zinsängste und schwacher Vormonat belasten
Im frühen Handel fiel der Leitindex um bis zu 1,2 % auf 24.900 Zähler. Dies markiert den tiefsten Stand seit Ende Juli.
Bereits den Monat September hatte das Börsenbarometer mit einem Minus von 4 % beendet und dabei die 100-Tage-Linie unterschritten. Auch die europäischen Nachbarindizes gaben nach: Der MDAX verlor 1,3 % auf 30.448 Punkte, während der EuroStoxx 50 um 1,0 % auf 6.205 Zähler sank.
Halbleiterwerte stemmen sich gegen den Abwärtstrend
Gegen den allgemeinen Abwärtstrend legten ausgewählte Halbleitertitel nach soliden Geschäftszahlen des US-Speicherchipherstellers Micron Technology zu. Im DAX setzte sich die Infineon-Aktie mit einem Plus von 1,7 % an die Spitze des Index.
Zweitstärkster Wert war Continental mit einem Kursanstieg um 0,7 %. Die Mehrheit der Standardwerte konnte sich dem Gegenwind durch die anziehenden Kapitalmarktzinsen jedoch nicht entziehen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- DAX-Tiefstand am Vormittag: 24.900 Punkte (-1,2 %)
- MDAX: 30.448 Punkte (-1,3 %)
- EuroStoxx 50: 6.205 Punkte (-1,0 %)
- Infineon-Aktie: +1,7 % an der DAX-Spitze
- September-Bilanz des DAX: -4,0 %
Einordnung für Anleger
Das Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten signalisiert eine charttechnische Eintrübung nach der vorangegangenen Schwächephase im September. Solange die Renditen am europäischen Anleihemarkt infolge robuster Teuerungsdaten weiter steigen, fehlt dem Leitindex der Spielraum für eine nachhaltige Gegenbewegung.

