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Getty Images bereitet Insolvenzverfahren vor: Aktionären droht Totalverlust
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Die Bildagentur Getty Images bereitet nach einer Grundsatzeinigung mit ihren Hauptgläubigern einen Insolvenzantrag nach Chapter 11 vor und verlässt die Börse vollständig. Für bisherige Stammaktionäre bedeutet der Restrukturierungsplan den Totalverlust, da die bestehenden Anteile im Zuge des Verfahrens wertlos verfallen.
Übernahme durch die Getty-Familie und Koch
Die Getty-Familie und die Beteiligungsgesellschaft Koch Equity Development übernehmen nach Abschluss des Verfahrens 100 % der Anteile am reorganisierten Unternehmen. Die beiden Partner stellen dafür bis zu 533 Mio. USD an neuem Eigenkapital bereit und stützen den Prozess mit einer Finanzierung über 143 Mio. USD.
Gleichzeitig haben Gläubiger von 83,5 % der unbesicherten Anleihen zugestimmt, Verbindlichkeiten im Umfang von 270 Mio. USD zu streichen. Die übrigen besicherten Kreditgeber verlängern die Kreditlaufzeiten und senken die laufenden Zinsverpflichtungen des Unternehmens.
Vorgeschichte mit gescheiterter Fusion und Delisting
Dem Insolvenzantrag gingen monatelange Liquiditätsengpässe sowie das Scheitern der geplanten Fusion mit dem Rivalen Shutterstock im Volumen von 3,7 Mrd. USD voraus. Die New York Stock Exchange hatte den Handel der Getty-Images-Aktie infolge eines massiven Kurssturzes auf Cent-Niveau bereits am 29. September 2026 ausgesetzt.
Das operative Tagesgeschäft soll während des Insolvenzverfahrens ohne Unterbrechungen für Kunden, Lieferanten und Urheber weiterlaufen. Das Unternehmen beabsichtigt, den Sanierungsplan zügig gerichtlich zu bestätigen und die Restrukturierung bis zum Jahresende 2026 abzuschließen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Neues Eigenkapital: bis zu 533 Mio. USD durch Getty-Familie und Koch Equity Development
- Verfahrensfinanzierung: bis zu 143 Mio. USD
- Schuldenabbau: 270 Mio. USD an unbesicherten Anleihen werden gestrichen
- Bestehende Stammaktien: Vollständige Annullierung ohne Entschädigung
- Abschluss des Verfahrens: Geplant bis Jahresende 2026

Aufbereitung: Cashflow Profi Einordnung für Anleger
Für investierte Aktionäre besiegelt die Restrukturierungsvereinbarung den vollständigen Totalverlust, da die bisherigen Anteilsscheine im Verfahren ersatzlos verfallen. Auch die im außerbörslichen Handel verbliebenen Restpositionen besitzen nach der feststehenden Privatisierung keinen wirtschaftlichen Wert mehr.
Der Untergang von Getty Images sollte eine Warnung für die Aktionäre des Konkurrenten Shutterstock sein, der sich ebenso in einer tiefen Krise wegen KI-Disruption befindet.
Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

