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CoreWeave-Aktie bricht 15 Prozent ein – Anleihemarkt sendet Warnsignal

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Die CoreWeave-Aktie ist im US-Handel um rund 15 % eingebrochen. Auslöser für den Kurssturz sind steil steigende Renditen am Anleihemarkt, die massive Zweifel an der fremdfinanzierten Expansion des KI-Infrastrukturanbieters offenlegen.

Anleiherenditen klettern auf Rekordniveau

Die Sekundärmarktrendite für unbesicherte CoreWeave-Anleihen mit Fälligkeit im Jahr 2032 und einem Volumen von 1,25 Mrd. USD stieg zeitweise auf fast 15 % und schloss bei einem Rekordwert von 14,5 %. Zeitgleich fiel der Kurs des Schuldtitels von rund 85 USD auf 79,50 USD je 100 USD Nennwert.

Eine breite Marktwirkung entfaltete der Vorgang durch Risikokapitalgeber Chamath Palihapitiya, der das Renditediagramm veröffentlichte und vor einer Kreditblase bei KI-Finanzierungen warnte. Tesla-Chef Elon Musk verstärkte die Verunsicherung mit der viralen Ein-Wort-Reaktion „Yikes“ auf der Plattform X.

Milliardenschwere Schuldenlast drückt auf die Margen

CoreWeave nahm im laufenden Jahr mehr als 35 Mrd. USD über chipbesicherte Kredite, Hochzinsanleihen, Wandelanleihen und Aktienverkäufe auf. Die gesamten Schulden und Leasingverpflichtungen summierten sich per Ende Juni auf rund 52 Mrd. USD.

Im zweiten Quartal stieg der reine Zinsaufwand auf 640 Mio. USD und fraß damit knapp ein Viertel des Quartalsumsatzes von 2,575 Mrd. USD auf. Der Nettoverlust des Unternehmens weitete sich zeitgleich auf 626 Mio. USD aus.

Analyst Gil Luria vom Analysehaus D.A. Davidson warnte vor einer gefährlichen Schieflage in der Kapitalstruktur. Das Unternehmen nehme Kredite zu Konditionen von rund 9 % auf, erziele auf die getätigten Investitionen bislang jedoch nur Rückflüsse von etwa 1 %.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Kursverlust der CoreWeave-Aktie: rund 15 % auf etwa 67 USD
  • Spitzenrendite der Anleihe bis 2032: knapp 15 % (Kupon: 9,625 %)
  • Schulden und Leasingverbindlichkeiten per Juni: rund 52 Mrd. USD
  • Nettozinsaufwand im zweiten Quartal: 640 Mio. USD
  • Vertraglich gesicherter Auftragsbestand: 104 Mrd. USD
CoreWeave-Aktie: Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Der Renditesprung am Anleihemarkt verteuert künftige Refinanzierungen drastisch und signalisiert eine Neubewertung des Kreditrisikos im gesamten KI-Infrastruktursektor. Trotz des hohen Auftragsbestands von 104 Mrd. USD entscheidet nun der operative Cashflow darüber, ob CoreWeave die Zinslast tragen oder ohne massive Verwässerung neues Kapital aufnehmen kann.

Wenig profitable Wachtumswerte wie CoreWeave dürften aktuell stärker unter Druck geraten, da noch keine Entspannung am Zinsmarkt zu erwarten ist. Seitenlinie!

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