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CoreWeave-Aktie: CEO verkauft Anteile für fast eine Milliarde Dollar

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CoreWeave-Chef Michael Intrator und ihm zuzurechnende Vehikel haben seit dem Börsengang im März 2025 Unternehmensaktien für knapp eine Milliarde USD veräußert. Die massiven Verkäufe fallen in eine Phase scharfer Kursverluste und wachsender Skepsis gegenüber der schuldenfinanzierten KI-Infrastruktur des Cloud-Anbieters.

Verkäufe über automatisierte Handelspläne

Die Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC umfassen mehr als zehn Millionen Aktien, die Intrator direkt sowie über Einheiten wie Omnadora Capital und zwei Treuhandfonds abstieß. Allein im laufenden Jahr 2026 summierte sich das Verkaufsvolumen des Vorstandschefs auf mehr als 907 Mio. USD.

Der Großteil der Transaktionen erfolgte über vorab festgelegte 10b5-1-Handelspläne, die Verkäufe nach einem fixen Zeitplan ausführen. Lediglich rund 40 Mio. USD entfielen auf automatische Verkäufe zur Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus fällig gewordenen Aktienvergütungen.

Gründer-Kasse inmitten wachsender Schuldenlast

Intrator steht mit den Gewinnmitnahmen nicht allein da, denn die drei Mitgründer veräußerten seit dem Börsendebüt zusammen Anteile für 3,3 Mrd. USD. Ein Unternehmenssprecher betonte, die Gründer hielten weiterhin rund 20 % an CoreWeave und träfen übliche Schritte zur persönlichen Portfolio-Diversifizierung.

Die Papiere verloren seit ihrem Rekordhoch im Juni 2025 über 60 % an Wert, während die Renditen für CoreWeave-Anleihen zeitweise auf über 15 % stiegen. Investoren sorgen sich vor allem um die Finanzierung der Investitionsausgaben, die für das Gesamtjahr auf 35 Mrd. bis 39 Mrd. USD beziffert sind.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Aktienverkäufe durch CEO Michael Intrator: knapp 1 Mrd. USD (über 907 Mio. USD im Jahr 2026)
  • Gesamte Insiderverkäufe der drei Gründer seit IPO: 3,3 Mrd. USD
  • Geplante Investitionsausgaben (Capex) 2026: 35 Mrd. bis 39 Mrd. USD
  • Kursentwicklung der CoreWeave-Aktie: über 60 % unter Allzeithoch vom Juni 2025
  • Verbleibender Gründeranteil: rund 20 % des Unternehmens
CoreWeave-Aktie: Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Die massiven Aktienverkäufe der Führungsetage mögen formal über automatisierte Handelspläne geregelt sein, verschärfen in der aktuellen Schwächephase jedoch das Misstrauen am Markt. Angesichts explodierender Finanzierungskosten und geplanter Investitionen von bis zu 39 Milliarden US-Dollar steht CoreWeave unter hohem Zugzwang zu beweisen, dass die schuldenfinanzierte KI-Infrastruktur rechtzeitig tragfähige Cashflows abwirft.

Der Cashflow Profi hält sich von der Aktie fern.

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