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Qiagen vor Milliardenübernahme: EQT bietet über 50 Dollar – KKR mischt mit
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Der schwedische Finanzinvestor EQT verhandelt nach übereinstimmenden Medienberichten über einen milliardenschweren Kauf des Diagnostikkonzerns Qiagen und hat ein verbindliches Angebot von über 50 USD je Aktie vorgelegt. Da mit dem US-Rivalen KKR ein weiterer Bieter im Rennen ist, stieg die Qiagen-Aktie im Frankfurter Handel auf den höchsten Stand seit Mitte Februar.
Bietergefecht um den Diagnostikspezialisten
Das kolportierte EQT-Angebot von mehr als 50 USD je Anteilsschein bewertet Qiagen mit über 10 Mrd. USD, was umgerechnet mehr als 9 Mrd. EUR entspricht. Gleichzeitig hat auch die US-Beteiligungsgesellschaft KKR eine konkurrierende Offerte für das deutsch-niederländische Unternehmen eingereicht.
Die Konzernspitze von Qiagen berät über die vorliegenden Übernahmevorschläge. Qiagen, EQT und KKR lehnten offizielle Stellungnahmen zu den laufenden Verhandlungen ab.
Erinnerungen an frühere Übernahmeversuche
Bereits Anfang des Jahrzehnts scheiterte der US-Konzern Thermo Fisher mit einer Offerte über 43 EUR je Aktie an der Mindestannahmeschwelle von 75%. Qiagen verfügt über keinen kontrollierenden Großaktionär, weshalb ein Käufer eine breite Mehrheit der freien Aktionäre überzeugen muss.
Im Frankfurter Xetra-Handel kletterte das Papier nach Bekanntwerden der Gespräche um rund 3,8% auf 42,83 EUR, während die Notierung an der Wall Street um über 6% anzog. Bei einem umgerechneten Angebotspreis von rund 44,50 EUR je Aktie spiegelt der aktuelle Kurs das gemeldete Gebot bereits weitgehend wider.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Gebot EQT: Über 50 USD je Aktie (rund 44,50 EUR)
- Gesamtbewertung: Über 10 Mrd. USD (mehr als 9 Mrd. EUR)
- Zweiter Bieter: US-Finanzinvestor KKR mit eigener Offerte
- Xetra-Reaktion: Kursplus von rund 3,8% auf 42,83 EUR
Einordnung für Anleger
Das kolportierte Angebot von über 50 USD preist die Qiagen-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau von knapp 43 EUR bereits zu weiten Teilen ein. Entscheidend für das weitere Aufwärtspotenzial wird nun sein, ob KKR die Offerte von EQT mit einem noch höheren Gebot übertrifft und damit eine echte Bieterschlacht entfacht. Anleger sollten jedoch im Blick behalten, dass Übernahmen bei Qiagen mangels eines Großaktionärs an hohen Annahmeschwellen scheitern können, wie frühere Versuche gezeigt haben.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

