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Abbott-Aktie: Milliarden-Abspaltung angekündigt – doch gleichzeitig wird die Prognose gekappt!
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Abbott Laboratories trennt sich von seinem milliardenschweren Ernährungsgeschäft und will die Sparte bis Ende 2027 als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Gleichzeitig dämpfte das Management das organische Wachstumsziel für das Geschäftsjahr 2026, woraufhin die Abbott-Aktie um rund vier Prozent nachgab.
Ernährungssparte wird eigenständiger Konzern
Die zur Ausgliederung anstehende Nutrition-Einheit umfasst Marken wie Ensure, Similac sowie Glucerna und erzielt einen Jahresumsatz von rund 8,5 Mrd. USD. Geführt werden soll das neue Unternehmen vom bisherigen Abbott-Manager Daniel Salvadori, während bestehende Aktionäre steuerfrei Anteile an beiden Gesellschaften erhalten.
Der verbleibende Konzern konzentriert sich künftig auf Medizintechnik, Diagnostik und etablierte Medikamente mit einem Jahresumsatz von rund 42 Mrd. USD. Vorstandschef Robert B. Ford begründet den Schritt damit, dass beide Einheiten ihre strategischen Investitionen als getrennte Firmen zielgerichteter steuern können.
Gekappte Umsatzprognose verunsichert die Börse
Im dritten Quartal 2026 steigerte Abbott den Konzernumsatz um 14,5 % auf 13,01 Mrd. USD und erzielte einen bereinigten Gewinn von 1,42 USD je Aktie. Gleichzeitig stutzte das Management das Ziel für das vergleichbare Umsatzwachstum im Gesamtjahr von zuvor 6,5 bis 7,5 % auf etwa 6,0 %.
Als Bremsklötze für das Geschäft nannte das Management ein langsameres Wachstum bei Glukosesensoren für Diabetiker sowie Gegenwind im Bereich der Elektrophysiologie. Die Prognose für den bereinigten Jahresgewinn je Aktie grenzte das Unternehmen auf 5,50 bis 5,55 USD ein.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Jahresumsatz der abgespaltenen Nutrition-Sparte: ca. 8,5 Mrd. USD
- Jahresumsatz des verbleibenden Abbott-Konzerns: ca. 42 Mrd. USD
- Prognose vergleichbares Umsatzwachstum 2026: ca. 6,0 % (zuvor: 6,5 bis 7,5 %)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie 2026: 5,50 bis 5,55 USD
- Geplanter Vollzug der Ausgliederung: bis Ende 2027
Einordnung für Anleger
Die geplante Abspaltung der Ernährungssparte schärft zwar das strategische Profil des Konzerns, kurzfristig wiegt die gedämpfte Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2026 jedoch schwerer. Für eine nachhaltige Trendwende kommt es nun darauf an, ob Abbott die Wachstumsbremsen bei Glukosesensoren und in der Elektrophysiologie zügig lösen kann. Mit 61 von 100 Punkten bewegt sich der CP-Score in einem soliden Bereich, wobei die robuste fundamentale Basis durch die angeschlagene Charttechnik spürbar gedämpft wird.
Der Cashflow Profi wartet die Bodenbildung bei Abbott ab.
Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

