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Nokia überrascht mit KI-Boom: Jetzt kaufen?

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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia hat im dritten Quartal 2026 dank eines starken Geschäfts mit KI-Rechenzentren die Analystenschätzungen beim bereinigten Gewinn deutlich übertroffen. Anleger reagierten an den Börsen dennoch verhalten, da steigende Kosten für den Konzernumbau den freien Cashflow kurzfristig belasten.

Rechenzentren treiben das operative Ergebnis

Im abgelaufenen Jahresviertel wuchs der Konzernumsatz im Jahresvergleich währungsbereinigt um 9 % auf 5,15 Mrd. EUR. Der bereinigte operative Gewinn kletterte im selben Zeitraum um 35 % auf 605 Mio. EUR und lag damit rund 33 % über den Markterwartungen.

Als zentraler Wachstumstreiber erwies sich die Vernetzung moderner Datenzentren. Die Erlöse mit Kunden aus den Segmenten Künstliche Intelligenz und Cloud legten um 123 % zu, während der Auftragseingang in diesem Geschäft um 118 % auf 1,5 Mrd. EUR stieg.

Teures Sparprogramm belastet den Cashflow

Dem dynamischen Wachstum in der KI-Infrastruktur stehen anhaltende Sonderbelastungen durch den Konzernumbau gegenüber. Für das laufende Sparprogramm fallen 2026 Restrukturierungskosten in Höhe von 1,1 Mrd. EUR an – zuvor war das Management von 800 Mio. EUR ausgegangen.

Wegen dieser Mehrkosten und höherer Investitionen in das Betriebskapital senkte Konzernchef Justin Hotard die Zielbandbreite für die Cashflow-Konversionsrate auf 35 bis 55 % des vergleichbaren Betriebsergebnisses. Das Jahresziel für den bereinigten operativen Gewinn bestätigte Nokia unverändert mit 2,1 bis 2,6 Mrd. EUR.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Q3-Konzernumsatz: 5,15 Mrd. EUR (+9 % währungsbereinigt)
  • Bereinigtes operatives Ergebnis: 605 Mio. EUR (+35 % zum Vorjahr)
  • Umsatz mit KI- und Cloud-Kunden: Anstieg um 123 %
  • Restrukturierungskosten 2026: Anstieg von 800 Mio. auf 1,1 Mrd. EUR
  • Jahresprognose bereinigtes EBIT: 2,1 bis 2,6 Mrd. EUR bestätigt

Einordnung für Anleger

Nokias florierendes Geschäft mit KI-Rechenzentren sorgt für einen kräftigen operativen Gewinnsprung, wird kurzfristig jedoch von teuren Restrukturierungen und einem gedämpften Cashflow gebremst. Entscheidend bleibt nun, wie zügig der Konzernumbau greift und das dynamische KI-Wachstum voll in nachhaltigen freien Cashflow umgemünzt werden kann. Der CP-Score fällt mit 61 von 100 Punkten derzeit solide aus.

Die Aktie ist seit Jahresanfang jedoch bereits sehr gut gelaufen und dürfte kurzfristig weiter zur Schwäche tendieren. Anleger warten die aktuelle Konsolidierung bei Nokia ab.

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