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Johnson & Johnson: 34-Milliarden-Dollar-Fusion scheitert an einem einzigen Mann

Johnson & Johnson Gesundheitscampus
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Die geplante Zusammenlegung der Orthopädie-Sparte von Johnson & Johnson mit dem britischen Medizintechnikkonzern Smith & Nephew ist überraschend gescheitert. Der Zusammenschluss hätte ein neues Branchenschwergewicht mit einer Gesamtbewertung von rund 34 Mrd. USD geschaffen.

Die Verhandlungen über die Transaktionsstruktur und die finanziellen Bedingungen waren bereits weit fortgeschritten. Der Zusammenschluss scheiterte unmittelbar vor dem Abschluss am Führungsanspruch für die Konzernspitze.

Streit um die Führungsposition blockiert Einigung

Johnson & Johnson bestand darauf, den Leiter der eigenen Orthopädie-Sparte, Namal Nawana, an die Spitze des neuen Gemeinschaftsunternehmens zu berufen. Nawana führte Smith & Nephew bereits bis 2019, verließ das Unternehmen damals jedoch nach 18 Monaten wegen Uneinigkeit über die Vergütung.

Der Verwaltungsratsvorsitzende von Smith & Nephew, Rupert Soames, lehnte diese Besetzung strikt ab und forderte die Weiterführung durch den amtierenden Konzernchef Deepak Nath. Diese Forderung stellte für das britische Management eine unverhandelbare Grenze dar, woraufhin die Gespräche endeten.

Milliardenschwerer Zusammenschluss vor dem Aus

Nach den ausgehandelten Plänen sollten die Anteilseigner von Johnson & Johnson 50,1 % an dem fusionierten Unternehmen halten. Ergänzend war eine durch neue Schulden finanzierte Bardividende von rund 10 Mrd. USD an den US-Konzern vorgesehen.

Der Unternehmensteil von Johnson & Johnson, historisch als DePuy Synthes geführt, wurde im Rahmen der Gespräche mit bis zu 22 Mrd. USD bewertet. Diese Bewertung übertraf die Marktkapitalisierung von Smith & Nephew mit umgerechnet 12,6 Mrd. USD deutlich.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Bewertung des geplanten Gesamtkonzerns: 34 Mrd. USD
  • Bewertung der Orthopädie-Sparte von Johnson & Johnson: Bis zu 22 Mrd. USD
  • Börsenwert von Smith & Nephew: Rund 12,6 Mrd. USD
  • Geplante Sonderausschüttung an Johnson & Johnson: Rund 10 Mrd. USD
  • Vorgesehener Anteilsbesitz der J&J-Aktionäre: 50,1 %

Einordnung für Anleger

Das Scheitern des Zusammenschlusses mit Smith & Nephew blockiert zwar die erhoffte Sonderausschüttung von rund zehn Milliarden US-Dollar und die Neuausrichtung der Orthopädie-Sparte, rüttelt jedoch nicht an den robusten Fundamentaldaten des US-Konzerns. Für Johnson & Johnson kommt es nun darauf an, zeitnah eine alternative Strategie für das Segment DePuy Synthes zu präsentieren, um diesen Unternehmensteil eigenständig wertsteigernd weiterzuentwickeln. Mit 80 von 100 Punkten fällt der CP-Score für die Aktie weiterhin sehr überzeugend aus.

Der Cashflow Profi ist für die Aktie weiterhin optimistisch gestimmt, zumal der Titel nun auch technische Stärke signalisiert.

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