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GoPro kämpft ums Überleben: Droht die Insolvenz, wenn der Deal platzt?
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Der US-amerikanische Actionkamera-Pionier GoPro steht vor einer existenziellen Bewährungsprobe. Scheitert die geplante Fusion mit Starman Optical, droht dem angeschlagenen Hardwarehersteller nach eigener Warnung die Zahlungsunfähigkeit.
Starman-Deal als Rettungsanker
Anfang September 2026 vereinbarte GoPro einen Zusammenschluss mit dem Photonik-Spezialisten Starman Optical. Die Vereinbarung sieht Barzahlungen von insgesamt 285 Mio. USD beziehungsweise 1,14 USD je GoPro-Aktie sowie eine zehnprozentige Beteiligung der Altaktionäre am kombinierten Unternehmen vor.
Zusätzlich verpflichtet sich der Käufer, die ausstehenden Verbindlichkeiten von GoPro in Höhe von rund 92 Mio. USD bei Vollzug vollständig abzulösen. Die Aktionäre müssen dem Vorhaben noch zustimmen, dessen Abschluss für Ende 2026 anvisiert ist.
Operativer Absturz und akute Finanznot
Auslöser der Schieflage sind rückläufige Verkaufszahlen und rasant steigende Komponentenpreise infolge des globalen KI-Booms. Vor allem Standard-Speicherchips verteuerten sich für den Konzern um bis zu 115 %, während GoPro das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettoverlust von 93,5 Mio. USD abschloss.
Wirtschaftsprüfer von PwC hatten bereits im Juni 2026 einen formellen Warnhinweis wegen erheblicher Zweifel an der Unternehmensfortführung testiert. Ein Notkredit über 20 Mio. USD von Unternehmensgründer Nicholas Woodman im Juli verschaffte dem Konzern lediglich eine kurze Atempause.
Kreditauflagen und das Risiko eines Scheiterns
GoPro stellte in Pflichtberichten an die US-Börsenaufsicht SEC unmissverständlich klar, dass ohne eine strategische Transaktion eine Restrukturierung unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 unvermeidlich wird. Zusätzlicher Druck entstand im Oktober 2026 durch buchhalterische Korrekturen bei alten Optionsscheinen, die formale Kreditausfälle auslösten.
Blockieren Aufsichtsbehörden oder Anteilseigner den Zusammenschluss, verfügt das Unternehmen über keine ausreichenden Mittel zur Bedienung fälliger Kredite. Die Barmittelreserven reichten zuletzt kaum mehr aus, um den operativen Cash-Verbrauch eigenständig zu decken.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Transaktionsvolumen: 285 Mio. USD in bar (1,14 USD je Aktie)
- Schuldentilgung durch Starman: rund 92 Mio. USD
- Nettoverlust Geschäftsjahr 2025: 93,5 Mio. USD
- Überbrückungskredit durch Nicholas Woodman: 20 Mio. USD
- Geplanter Vollzug der Fusion: Bis Ende 2026

Einordnung für Anleger
Für GoPro hängt das Überleben vollständig am erfolgreichen Abschluss der Fusion mit Starman Optical, da ohne diesen Rettungsanker eine Restrukturierung unter Gläubigerschutz droht. Mit 44 von 100 Punkten fällt der CP-Score derzeit verhalten aus: Vor allem die eingebrochene Marge und das schwache Wachstum drücken den Wert, während die Sicherheit noch für einen gewissen Gegenpol sorgt. Bis zum anvisierten Vollzug Ende 2026 bleibt die Aktie damit ein hochriskantes Sanierungsmanöver.
Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

