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Novartis-Aktie: Höhere Prognose, doch 1,9 Milliarden Dollar sind verloren


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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat am Dienstag seine Jahresprognose für das operative Kernergebnis heraufgesetzt. Gleichzeitig drückt ein schwerer Rückschlag in der Medikamentenentwicklung mit einer Milliardenabschreibung den ausgewiesenen Quartalsgewinn massiv nach unten.

Operatives Kerngeschäft trotzt Patentabläufen

Im dritten Quartal 2026 steigerte Novartis den Nettoumsatz um 4 % auf 14,52 Mrd. USD. Das um Sondereffekte bereinigte operative Kernergebnis kletterte um 11 % auf 6,04 Mrd. USD, womit der Konzern die Markterwartungen übertraf.

Wachstumstreiber waren vor allem etablierte Hauptmedikamente wie das Brustkrebsmittel Kisqali mit einem währungsbereinigten Erlösplus von 37 % sowie das Multiple-Sklerose-Präparat Kesimpta mit 22 % Zuwachs. Diese Zuwächse federten den anhaltenden Preisdruck durch günstigere Nachahmerpräparate für ältere Arzneimittel erfolgreich ab.

Studienflop vernichtet 1,9 Milliarden Dollar

Der starken operativen Performance steht ein drastischer Einbruch beim Reingewinn nach IFRS gegenüber. Unter dem Strich sank der Quartalsgewinn um 70 % auf 1,20 Mrd. USD, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 3,93 Mrd. USD zu Buche standen.

Ausschlaggebend für den Gewinneinbruch war eine außerordentliche Teilwertberichtigung von rund 1,9 Mrd. USD auf den Produktkandidaten Del-Desiran. Der Wirkstoff zur Behandlung der seltenen Muskelerkrankung myotone Dystrophie Typ 1 verfehlte in der klinischen Phase-III-Studie HARBOR den primären Wirksamkeitsendpunkt.

Konzernspitze hebt Ergebnisziel für 2026 an

Trotz der teuren Forschungsniederlage blickt Novartis-Chef Vas Narasimhan zuversichtlicher auf das gesamte Geschäftsjahr. Für das operative Kernergebnis stellt Novartis nun ein Ergebnis auf Vorjahresniveau bis hin zu einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

Zuvor war die Unternehmensleitung von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Die Prognose für das Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich bestätigte der Konzern unverändert.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Quartalsumsatz: 14,52 Mrd. USD (+4 % gegenüber Vorjahr)
  • Operatives Kernergebnis: 6,04 Mrd. USD (+11 % gegenüber Vorjahr)
  • Ausgewiesener Reingewinn: 1,20 Mrd. USD (-70 % im Vorjahresvergleich)
  • Sonderbelastung Del-Desiran: 1,9 Mrd. USD Teilwertminderung
  • Prognose 2026: Operatives Kernergebnis stagniert bis leicht steigend (zuvor: leichter Rückgang)
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Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Der herbe Rückschlag bei Del-Desiran trübt zwar das kurzfristige Nettoergebnis, ändert aber wenig an der robusten operativen Ertragskraft des Pharmariesen. Mit 76 von 100 Punkten fällt der CP-Score stark aus, gestützt vor allem von erstklassigen Margen und einem verlässlichen Free Cashflow. Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, ob Novartis das dynamische Wachstum von Kassenschlagern wie Kisqali und Kesimpta hochhalten und damit anstehende Patentabläufe dauerhaft abfedern kann.

Nobartis bleibt ein Basisinvestment im Pharmabereich.

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