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Intel: Crash!

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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Die Intel-Aktie ist am Donnerstag im nachbörslichen US-Handel um rund 20 % eingebrochen. Zwar übertraf der Halbleiterkonzern im dritten Quartal die Markterwartungen, enttäuschte die Anleger jedoch mit einem schwachen Ausblick auf das Schlussquartal.

Starke Server-Nachfrage federt PC-Schwäche im dritten Quartal ab

Im dritten Quartal steigerte Intel den Konzernumsatz im Jahresvergleich um 21 % auf 16,5 Mrd. USD und übertraf die Konsensschätzung von 16,48 Mrd. USD, wie aus dem Quartalsbericht des Unternehmens hervorgeht. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 0,52 USD, während Analysten im Schnitt lediglich 0,40 USD erwartet hatten.

Haupttreiber war das Geschäft mit Rechenzentren und künstlicher Intelligenz, dessen Erlöse um 78 % auf 7,3 Mrd. USD nach oben schossen. Dagegen sank der Umsatz in der Sparte für PC-Chips um 5 % auf 8,1 Mrd. USD, da die Nachfrage im klassischen Computermarkt weiter schwächelt.

Düsterer Ausblick auf das vierte Quartal schockiert die Wall Street

Für das laufende vierte Quartal stellte Vorstandschef Lip-Bu Tan lediglich einen Umsatz zwischen 15,0 Mrd. und 16,0 Mrd. USD in Aussicht. Die Wall Street hatte zuvor mit 17,08 Mrd. USD gerechnet, womit die Prognose in der Mitte der Spanne rund 9 % unter den Erwartungen liegt.

Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie bleibt Intel mit einer Zielmarke von 0,25 USD weit hinter dem Analystenkonsens von 0,44 USD zurück. Finanzchef David Zinsner warnte zudem vor anhaltendem Gegenwind im PC-Markt bis mindestens zur ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres sowie vor einem Rückgang der Bruttomarge auf 37 %.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Umsatz Q3: 16,5 Mrd. USD (+21 % im Jahresvergleich)
  • Bereinigter Gewinn je Aktie Q3: 0,52 USD (Konsens: 0,40 USD)
  • Umsatz Rechenzentren & KI (DCAI): 7,3 Mrd. USD (+78 %)
  • Umsatzprognose Q4: 15,0 bis 16,0 Mrd. USD (Konsens: 17,08 Mrd. USD)
  • Gewinnprognose je Aktie Q4: 0,25 USD (Konsens: 0,44 USD)

Einordnung für Anleger

Der herbe Kursrutsch spiegelt die Enttäuschung über den trüben Ausblick wider: Das starke Wachstum im KI-Segment kann den anhaltenden Gegenwind im PC-Geschäft und den drohenden Margendruck vorerst nicht ausgleichen. Entscheidend für eine nachhaltige Bodenbildung wird sein, wie schnell das Management die Profitabilität im ersten Halbjahr des kommenden Jahres stabilisieren kann. Mit 61 von 100 Punkten fällt der CP-Score derzeit dennoch solide aus.

Die Intel-Aktie ist in den letzten Monaten zu gut gelaufen und muss nun der hohen Bewertung Tribut zollen. Der Cashflow Profi favorisiert aktuell andere Chipwerte. 

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