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Alstom-Aktie stürzt 26 % ab: Deutsche Zugprojekte reißen Milliardenloch

Alstom
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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Die Alstom-Aktie ist am Montag im Pariser Handel um rund 26 % eingebrochen, nachdem der Zughersteller seine Jahresprognose drastisch gekürzt hat. Auslöser für den Kurssturz sind erhebliche Verzögerungen und Mängel bei deutschen Zugprojekten, die ein Milliardenloch in die Kasse reißen.

Coradia Max löst drastische Gewinnwarnung aus

Besonders die Auslieferung der elektrischen Regionalzug-Plattform Coradia Max bereitet dem Bahntechnikkonzern operative Schwierigkeiten. Nach Produktionsunterbrechungen im ersten Geschäftsquartal verschieben sich Zulassungstests und Auslieferungen bei sechs Projekten mit rund 5 Mrd. EUR Auftragsvolumen, wodurch teure Vertragsstrafen in Deutschland anfallen.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 brach die bereinigte EBIT-Marge nach Unternehmensangaben auf etwa minus 4 % ein, verglichen mit plus 6,4 % im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr senkte das Management um Konzernchef Martin Sion das operative Margenziel von rund 6,5 % auf nur noch etwa 1 %.

Milliardenloch beim Cashflow und steigende Schulden

Noch deutlicher wiegt die Wende bei der Liquidität: Alstom rechnet für das Geschäftsjahr 2026/27 nun mit einem negativen freien Cashflow von 1,5 Mrd. EUR, nachdem zuvor ein positiver Mittelzufluss in Aussicht gestellt worden war. Allein in den ersten sechs Monaten verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss von fast 1,25 Mrd. EUR.

Die Nettoverschuldung kletterte per 30. September 2026 auf 1,1 Mrd. EUR, verglichen mit 0,4 Mrd. EUR Ende März. Zur Absicherung der Liquidität vereinbarte das Unternehmen eine neue revolvierende Kreditlinie über 2 Mrd. EUR und kündigte ein Entschuldungsprogramm im gleichen Umfang an, das auch Verkäufe von Unternehmensteilen vorsieht.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Bereinigte EBIT-Marge 2026/27: Senkung von rund 6,5 % auf etwa 1 %
  • Freier Cashflow 2026/27: Mittelabfluss von 1,5 Mrd. EUR statt Überschuss
  • Halbjahres-EBIT-Marge: Einbruch auf rund -4 % (Vorjahr: +6,4 %)
  • Nettoverschuldung: Anstieg binnen sechs Monaten auf 1,1 Mrd. EUR (März 2026: 0,4 Mrd. EUR)
  • Alstom-Aktie: Kurssturz um 26 % auf 11,60 EUR
Die wichtigsten Kennzahlen
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Die massiven Verzögerungen bei den deutschen Zugprojekten und der prognostizierte Milliardenabfluss beim Cashflow belasten Alstom schwer und machen das geplante Entschuldungsprogramm zur dringenden Notwendigkeit. Der CP-Score fällt mit 52 von 100 Punkten entsprechend verhalten aus: Vor allem die schwache Charttechnik und die geringe Sicherheit drücken das Profil, während das Wachstum noch stützt.

Für eine nachhaltige Bodenbildung wird nun entscheidend sein, wie schnell das Management die Auslieferungsprobleme der Coradia-Max-Flotte in den Griff bekommt und weitere teure Vertragsstrafen abwenden kann. 

Der Cashflow Profi hält sich von der Aktie fern.

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