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Fresenius: Rekord-Deal bei Biosimilars drückt zunächst auf die Marge

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Der Gesundheitskonzern Fresenius baut seine Biopharma-Sparte mit einer weitreichenden Partnerschaft massiv aus. Über eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit dem Auftragsfertiger WuXi Biologics sichert sich das DAX-Unternehmen Zugriff auf bis zu 37 neue Biosimilar-Kandidaten.

Angriff auf einen 370-Milliarden-Markt

Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die bisher größte angekündigte Entwicklungsvereinbarung in der Geschichte der Biosimilars-Branche. Die anvisierten Nachahmermedikamente zielen auf Originalpräparate ab, die weltweit ein jährliches Umsatzvolumen von mehr als 370 Mrd. EUR erzielen.

Durch die Vereinbarung kann Fresenius sein Portfolio von derzeit 29 vermarkteten und in der Pipeline befindlichen Molekülen im kommenden Jahrzehnt auf bis zu 66 Wirkstoffe ausbauen. Die neuen Entwicklungsprogramme decken 13 Therapiegebiete ab und umfassen Technologien wie monoklonale Antikörper sowie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate.

Vergütungsmodell und steigende Entwicklungskosten

Fresenius vergütet WuXi Biologics auf einer reinen Dienstleistungsbasis für jedes ausgewählte Entwicklungsprogramm. Im Gegenzug behält der Gesundheitskonzern die weltweiten Vermarktungsrechte sowie die vollständigen wirtschaftlichen Erträge aus dem späteren Verkauf der zugelassenen Nachahmerpräparate.

Mit dem Fortschritt der klinischen Projekte werden die Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Biopharma-Segment jedoch anziehen und die operative Profitabilität während der Entwicklungsphase vorübergehend belasten. Dennoch bestätigte das Management die Konzernprognose für das Gesamtjahr 2026 sowie das Ziel, den Biopharma-Umsatz bis 2030 bei einer operativen Marge von rund 20 % nahezu zu verdoppeln.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Partner: WuXi Biologics
  • Neue Wirkstoffkandidaten: Bis zu 37 Biosimilars über das nächste Jahrzehnt
  • Pipeline-Ausbau: Erhöhung von 29 auf bis zu 66 Moleküle
  • Adressiertes Marktvolumen: Mehr als 370 Mrd. EUR Umsatz der Erstreferenz-Präparate
  • Biopharma-Segmentziel 2030: Umsatzverdopplung gegenüber 2025 bei rund 20 % EBIT-Marge

Einordnung für Anleger

Strategisch verschafft sich Fresenius einen skalierbaren Wachstumstreiber für die Zeit nach 2030, ohne teure Lizenzgebühren auf künftige Verkaufserlöse abtreten zu müssen. Kurz- und mittelfristig belasten jedoch die steigenden Vorabinvestitionen die Spartenmarge, weshalb der tatsächliche Mehrwert für die Fresenius-Aktie vom Erreichen erster Zulassungsmeilensteine abhängt.

Für uns ist die Aktie aktuell maximal eine Halteposition.

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