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Siemens Healthineers enttäuscht – visiert jetzt 300-Millionen-Sparprogramm an
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Siemens Healthineers hat am Donnerstag die Zahlen für das vierte Quartal sowie das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 vorgelegt. Trotz eines soliden Umsatzwachstums im Schlussquartal reagierten die Anleger mit Kursverlusten auf die verhaltene Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027.
Verhaltener Ausblick für 2027 verfehlt Markterwartungen
Für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Medizintechnikunternehmen ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 4 % und 5 % in Aussicht. Die Analystenschätzungen hatten im Vorfeld im Schnitt bei 5,5 % gelegen.
Beim bereinigten Ergebnis je Aktie erwartet das Management eine Spanne von 2,20 bis 2,40 EUR, nachdem im Geschäftsjahr 2026 noch 2,42 EUR erzielt wurden. Der Marktkonsens von 2,37 EUR liegt damit über dem Mittelwert der konzerneigenen Zielspanne, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.
Transform4Future soll 300 Millionen Euro Belastungen abfedern
Finanzvorstand Jochen Schmitz kündigte vor diesem Hintergrund das Effizienzprogramm Transform4Future für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030 an. Dieses Maßnahmenpaket soll jährliche Kostenbelastungen von mehr als 300 Mio. EUR auffangen.
Die Mehraufwendungen resultieren aus der Entflechtung vom Mutterkonzern Siemens, der Ausgliederung der Labordiagnostik und Restrukturierungen im Ultraschallbereich. Das Laborgeschäft wird unter dem Namen Olyrian Diagnostics bis Mitte 2028 eigenständig aufgestellt.
Zudem streift die Gesellschaft im Zuge einer dreijährigen Übergangsphase den Namenszusatz Siemens ab und firmiert künftig als Healthineers. Die Siemens-Aktionäre stimmen auf den Hauptversammlungen im Februar 2027 über die Abspaltung von 30 % der Anteile ab.
Geschäftszahlen im Schlussquartal und Kursreaktion
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Konzernumsatz vergleichbar um 5,9 % auf 6,78 Mrd. EUR. Die Sparte Bildgebung (Imaging) wuchs zweistellig um 10,0 %, während der Diagnostikbereich ein Minus von 4,2 % verzeichnete.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sank im Schlussquartal um 2,0 % auf 1,077 Mrd. EUR, wodurch die bereinigte EBIT-Marge auf 15,9 % nachgab. Im frühen Xetra-Handel gibt die Siemens-Healthineers-Aktie am Vormittag zeitweise um knapp 3 % auf 43,40 EUR nach.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Vergleichbares Umsatzwachstum Q4: +5,9 % auf 6,78 Mrd. EUR
- Bereinigtes EBIT Q4: 1,077 Mrd. EUR (-2,0 % im Vorjahresvergleich)
- Ausblick EPS 2027: 2,20 bis 2,40 EUR (Vorjahr: 2,42 EUR; Konsens: 2,37 EUR)
- Transform4Future: Kompensation von jährlichen Belastungen über 300 Mio. EUR
- Abspaltungsbeschluss von Siemens: Hauptversammlung im Februar 2027
Einordnung für Anleger
Siemens Healthineers steht vor einer wichtigen Übergangsphase: Während das Kerngeschäft in der Bildgebung operativ solide wächst, drücken die schwächere Gewinnprognose für 2027 und die anstehenden Trennungskosten vom Mutterkonzern vorerst auf die Stimmung. Für eine nachhaltige Erholung der Aktie wird entscheidend sein, wie schnell das Effizienzprogramm Transform4Future greift und ob die geplante Abspaltung der Labordiagnostik reibungslos gelingt.
Der Cashflow Profi bleibt bei der Siemens-Healthineers-Aktie zunächst an der Seitenlinie. Up-dates zu den Investments in Spitzenwerte und detaillierte Ein- und Ausstiegs-Setups gibt es im Börsenbrief.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

