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Argenx-Aktie stürzt 18 Prozent ab: Phase-3-Studie mit Vyvgart gescheitert


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Die Argenx-Aktie ist am Donnerstag im europäischen Handel um rund 18 % eingebrochen. Auslöser ist der vorzeitige Abbruch der klinischen Phase-3-Studie UNITY mit dem Antikörper-Präparat Vyvgart zur Behandlung des Sjögren-Syndroms wegen mangelnder Wirksamkeit.

Mangelnde Wirksamkeit stoppt UNITY-Studie

Wie das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab, empfahl ein unabhängiges Datenüberwachungsgremium nach einer Zwischenanalyse das Aus für die Studie. Die Daten zeigten, dass die subkutan verabreichte Arznei ihren primären Endpunkt zur Verringerung der Krankheitsaktivität nicht erreichen wird.

Neue Sicherheitsbedenken traten während der Untersuchung nicht auf. Argenx kündigte an, die vollständigen Studiendaten nach Schließung der Datenbank detailliert auszuwerten.

Wachstumsdämpfer für Blockbuster Vyvgart

Das Sjögren-Syndrom galt als zentraler Schritt für die Erschließung des rheumatologischen Marktes. Bislang ist Vyvgart für zwei neuromuskuläre Indikationen zugelassen und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2026 bereits einen Produktumsatz von 2,8 Mrd. USD.

Parallel vorgelegte positive Phase-2-Daten für den Wirkstoff FB102 gegen Zöliakie fingen den Kursrutsch nicht auf. Die Enttäuschung über den Fehlschlag beim wichtigsten Pipeline-Treiber bestimmte das Handelsgeschehen.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Kursverlust der Argenx-Aktie: rund 18 %
  • Rückgang der Marktkapitalisierung: circa 8,5 Mrd. EUR
  • Vyvgart-Umsatz im Gesamtjahr 2025: 4,2 Mrd. USD
  • Vyvgart-Umsatz im ersten Halbjahr 2026: 2,8 Mrd. USD

Einordnung für Anleger

Der Studienabbruch entzieht Argenx ein wichtiges Wachstumsfeld jenseits der Neurologie und dämpft die langfristigen Umsatzerwartungen für die Vyvgart-Plattform. Für die künftige Bewertung rücken nun die Weiterentwicklung des Zöliakie-Kandidaten FB102 sowie die Verteidigung der Marktanteile bei den bestehenden Zulassungen in den Vordergrund.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

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