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Bank-of-America-Aktie fällt: US-Milliardenstrafe vor Quartalszahlen
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Das US-Finanzministerium hat gegen die Bank of America Strafen von insgesamt mehr als 1,21 Mrd. USD wegen schwerer Versäumnisse bei der Geldwäschebekämpfung verhängt. Die Bank-of-America-Aktie reagierte im nachbörslichen US-Handel mit Kursverlusten auf die Entscheidung unmittelbar vor der Vorlage der neuen Quartalszahlen.
Mängel bei Kontrollen und Sanktionsvorschriften
Nach Angaben der Aufsichtsbehörden versäumte es das Institut über Jahre, verdächtige Transaktionen im Volumen von mehr als 5 Mrd. USD ordnungsgemäß zu melden. Über 1 Mrd. USD dieser Transaktionen berührten nationale Sicherheitsinteressen, darunter Geldwäscheaktivitäten mit China-Bezug.
Die Gesamtsumme umfasst eine Strafe von 1,2 Mrd. USD durch das Financial Crimes Enforcement Network, die eine Zivilstrafe der Bankenaufsicht OCC über 750 Mio. USD einschließt. Zudem zahlt der Konzern 11,66 Mio. USD an das Sanktionsbüro OFAC für Hunderte Verstöße gegen Sanktionsprogramme, unter anderem bezüglich Russland und Iran.
Gewinnbelastung im dritten Quartal
Die Bank of America verbucht im dritten Quartal 2026 eine steuerlich nicht abzugsfähige Sonderbelastung von 1,2 Mrd. USD. Dadurch verringert sich das Nettoergebnis je Aktie rechnerisch um etwa 0,17 USD.
Bereits 2024 hatten Regulierungsbehörden Mängel bei den Geldwäschekontrollen der Bank gerügt. Neben der Zahlung muss das Institut nun unabhängige externe Prüfer einsetzen, um verdächtige Transaktionen aus der Vergangenheit vollständig aufzuarbeiten.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Gesamtstrafe: Mehr als 1,21 Mrd. USD durch US-Finanzbehörden
- OCC-Rekordbuße: 750 Mio. USD zivilrechtliche Strafe
- Belastung im dritten Quartal 2026: 1,2 Mrd. USD (rund 0,17 USD je Aktie)
- Unzureichend gemeldete Transaktionen: Mehr als 5 Mrd. USD Gesamtvolumen
- Nachbörsliche Kursreaktion: Rückgang um 2,15 % auf 52,80 USD

Einordnung für Anleger
Die Milliardenstrafe trübt das anstehende Quartalsergebnis spürbar und rückt die Kontrollprozesse unmittelbar vor der Zahlenvorlage erneut in den Fokus. Mit 77 von 100 Punkten fällt der CP-Score trotz dieses Dämpfers solide aus. Entscheidend für die Aktie bleibt nun, wie widerstandsfähig sich das operative Geschäft gegen die Sonderbelastung und die anstehenden Prüfkosten erweist.
Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

