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BASF-Evonik-Übernahme: BASF erwägt höheres Milliardenangebot nach Absage

BASF Chemiewerk im Sonnenuntergang


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Der Chemiekonzern BASF bereitet im Ringen um den Konkurrenten Evonik Berichten zufolge eine Nachbesserung seiner milliardenschweren Offerte vor. Nach der Zurückweisung eines ersten Vorschlags über 10,3 Mrd. EUR stützt die Aussicht auf ein aufgestocktes Gebot den Kurs der Evonik-Aktie.

Details zum Übernahmepoker

Die ursprüngliche Offerte von BASF belief sich auf rund 22,15 EUR je Evonik-Aktie und wurde vom Essener Vorstand als unzureichend abgelehnt. Um den Weg für formelle Gespräche freizumachen, zieht der Ludwigshafener Konzern laut Insiderberichten ein höheres Gebot sowie Garantien für Standorte und Arbeitsplätze in Betracht.

BASF-Chef Markus Kamieth hob zuletzt die industrielle Logik einer Zusammenführung von Basischemie und margenstärkerer Spezialchemie hervor. Analysten der Privatbank Berenberg halten im Falle formeller Verhandlungen eine nachgebesserte Offerte von 24 bis 25 EUR je Aktie für realistisch.

Schlüsselrolle der RAG-Stiftung

Die Entscheidung über das Gelingen der Übernahme liegt maßgeblich bei der RAG-Stiftung, die rund 43% der Evonik-Anteile hält. Das Stiftungskuratorium trat am Freitag zu Beratungen über das BASF-Interesse zusammen, traf jedoch vorerst keinen formellen Verkaufsbeschluss.

Zusätzliche Hürden entstehen durch die Politik in Nordrhein-Westfalen. Aus dem Düsseldorfer Landtag kamen bereits Stimmen, die den Erhalt der Eigenständigkeit von Evonik fordern und eine Landesbeteiligung zur Abwehr eines Verkaufs ins Gespräch brachten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Erstes unverbindliches Gebot: 22,15 EUR je Evonik-Aktie (rund 10,3 Mrd. EUR Gesamtvolumen)
  • Mögliche Nachbesserung laut Berenberg: 24 bis 25 EUR je Aktie
  • Beteiligung der RAG-Stiftung: ca. 43% des Grundkapitals von Evonik
  • Kursentwicklung Evonik: Anstieg von gut 18 EUR vor den Gerüchten auf über 21 EUR

Einordnung für Anleger

Die Evonik-Aktie bleibt durch die Aussicht auf ein nachgebessertes Kaufangebot nach unten abgesichert, trägt bei einem Scheitern der Annäherung jedoch Rückschlagpotenzial in Richtung 18 EUR. Für BASF begrenzt ein teurerer Zukauf in einem schwachen Branchenumfeld kurzfristig die finanzielle Flexibilität und erhöht die Integrationsrisiken.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

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