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Bending-Spoons-Aktie: Berkshire investiert 930 Millionen Dollar
Die Holding Berkshire Hathaway hat ihre Beteiligung an dem Mailänder Softwarekonzern Bending Spoons mit einer weiteren Finanzspritze von 330 Mio. USD auf insgesamt 930 Mio. USD ausgebaut. Der Zukauf löste an der US-Technologiebörse Nasdaq eine Kursexplosion der Bending-Spoons-Aktie von zeitweise über 40 % aus. Am Freitag setzte der Wert jedoch deutlich zurück.
Ausbau der Beteiligung per Privatplatzierung
Im Rahmen einer Privatplatzierung erwirbt Berkshire 10 Mio. neu ausgegebene Stammaktien zu einem Ausgabepreis von 33,00 USD je Anteilschein. Zusammen mit der Erstinvestition von 600 Mio. USD beim Börsengang im Juli 2026 steigt der Anteil des US-Konzerns damit auf rund 4 %.
Mit diesem Zukauf rückt die Holding unter Leitung von CEO Greg Abel zum sechstgrößten Aktionär des Technologieunternehmens auf. Die frischen Mittel fließen direkt an Bending Spoons und stärken die finanzielle Flexibilität für künftige Übernahmen.
Wachstumsstrategie durch Software-Übernahmen
Bending Spoons agiert als Übernahmespezialist für digitale Plattformen und Softwareprodukte, um deren Profitabilität durch disziplinierte Kostenstrukturen zu steigern. Zum Portfolio gehören unter anderem bekannte Marken wie Evernote, Vimeo, WeTransfer und Airtable, ergänzt um die angekündigte Übernahme des Kollaborationsanbieters Miro für rund 1,4 Mrd. USD.
Für Berkshire Hathaway markiert die Transaktion eine bemerkenswerte Ausnahme von der historischen Zurückhaltung gegenüber jungen Börsenneulingen. Unter der operativen Führung von Abel erweitert der US-Konzern seine Engagements im Technologiesektor zusehends um fokussierte Direktbeteiligungen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Zusätzliches Investitionsvolumen: 330 Mio. USD
- Gesamtinvestition von Berkshire Hathaway: 930 Mio. USD
- Kaufpreis je Aktie: 33,00 USD (10 Mio. neue Stammaktien)
- Beteiligungsquote: rund 4 % an Bending Spoons
- Kursreaktion der Bending-Spoons-Aktie: über +40 % am Ankündigungstag

Einordnung für Anleger
Der massive Einstieg von Berkshire Hathaway liefert Bending Spoons einen starken Vertrauensbeweis und die nötige Liquidität für die fortlaufende Zukaufstrategie. Für Privatanleger steigen nach dem Kurssprung jedoch die Bewertungsrisiken, da das Geschäftsmodell nun eine reibungslose operative Sanierung großer Übernahmen wie Miro rechtfertigen muss.
Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

