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Besi-Aktie: 96 % mehr Aufträge durch KI – doch Kunden verschieben Lieferungen
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Der niederländische Halbleiterausrüster BE Semiconductor Industries (Besi) verzeichnete im dritten Quartal dank der Nachfrage nach KI-Packaging einen Anstieg des Auftragseingangs um gut 96 % auf 342,6 Mio. EUR. Trotz des Auftragsbooms reagiert der Markt verhalten, weil der Umsatz im Schlussquartal stagniert und Großkunden Liefertermine nach hinten verschieben.
Umsatzsprung und neues Rückkaufprogramm
Mit 342,6 Mio. EUR an Neubestellungen übertraf Besi die Konsensschätzung der Analysten von 298 Mio. EUR deutlich. Der Quartalsumsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 113,6 % auf 283,4 Mio. EUR, während der Nettogewinn um 323,7 % auf 107,2 Mio. EUR stieg.
Die Bruttomarge erreichte im abgelaufenen Quartal 65,2 %. Zudem kündigte das Management um Vorstandschef Richard Blickman ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 100 Mio. EUR an, das am 27. Oktober startet.
Warum der KI-Boom an der Börse für Skepsis sorgt
Trotz der vollen Auftragsbücher bremst die Prognose für das vierte Quartal den Optimismus. Das Unternehmen erwartet für das Jahresende lediglich einen stagnierenden Umsatz mit einer Bandbreite von plus/minus 5 % gegenüber dem dritten Quartal.
Einige Halbleiterkunden baten darum, Auslieferungen aus dem dritten Quartal erst auf ihre Hochläufe im ersten Halbjahr abzustimmen. Zudem fürchten Marktteilnehmer ein langsameres Tempo bei der Einführung von Hybrid-Bonding-Anlagen bei führenden Speicherherstellern wie Micron oder SK Hynix.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Auftragseingang Q3: 342,6 Mio. EUR (+96,1 % zum Vorjahr)
- Umsatz Q3: 283,4 Mio. EUR (+113,6 % zum Vorjahr)
- Nettogewinn Q3: 107,2 Mio. EUR (+323,7 % zum Vorjahr)
- Umsatzprognose Q4: Stagnation (+/- 5 % ggü. Q3)
- Neues Aktienrückkaufprogramm: 100 Mio. EUR
Einordnung für Anleger
Die Besi-Aktie profitiert strukturell von der Nachfrage nach fortschrittlichen Verbindungstechnologien in KI-Rechenzentren, bleibt operativ aber anfällig für volatile Bestell- und Auslieferungszyklen. Für die künftige Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die Kunden ihre verschobenen Lieferabrufe im ersten Halbjahr planmäßig in reale Produktionskapazitäten umsetzen.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

