Die europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkte verzeichneten am 18. August Verluste. Steigende Ölpreise und anhaltende Inflationssorgen belasteten die Stimmung der Anleger. Auch der Anleihemarkt trug zu diesem Druck bei, während ausgewählte Unternehmensmeldungen und Rohstoffpreise für zusätzliche Bewegung sorgten.
Europäische Börsen unter Inflationssorgen
An den europäischen Börsen herrschte am Dienstag eine gedrückte Stimmung. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, verlor 0,95 % und schloss bei 6.468,17 Punkten. Auch die Börsen in Frankreich, Italien und Spanien verzeichneten Rückgänge. Als Hauptursachen wurden steigende Ölpreise und wachsende Inflationssorgen genannt, die auch die Renditen am Anleihemarkt in den Fokus rückten. Der deutsche Aktienmarkt startete ebenfalls leichter in die Woche. Der DAX gab um 0,39 % auf 26.339 Punkte nach. MDAX und TecDAX verloren 0,33 % beziehungsweise 0,31 %. Außerhalb des Euroraums zeigten sich der schweizerische Leitindex SMI mit einem Plus von 0,13 % auf 14.320,90 Punkte und der britische FTSE 100 mit einem Zuwachs von 0,07 % auf 10.728,04 Zähler etwas widerstandsfähiger.
US-Märkte und Unternehmensmeldungen
Auch die US-Märkte schlossen mit Verlusten. Der Dow Jones verlor 0,51 % auf 53.460 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0,17 % auf 29.995 Zähler nachgab. Der S&P 500 beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,17 % bei 7.786 Punkten. Die Unsicherheit im Nahen Osten und gestiegene Anleiherenditen bremsten die Kaufbereitschaft. Zudem trugen schwache Daten zum US-Arbeitsmarkt, rückläufige Einzelhandelsumsätze und gefallene Baubeginne zur Schwäche bei.
Einzelne Unternehmen präsentierten ihre Zahlen oder verzeichneten deutliche Kursbewegungen:
- BHP Group: Der Bergbaukonzern meldete für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Gewinnanstieg von 9 % auf 9,8 Mrd. USD.
- Home Depot: Die Baumarktkette übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen. Der Umsatz stieg um 5,7 % auf knapp 47,9 Mrd. USD.
- Nvidia: Die Aktie des Chipherstellers fiel um 2,5 % auf 189,60 EUR. Die mit Spannung erwarteten Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 werden am 26. August nach Börsenschluss veröffentlicht. Das Unternehmen prognostizierte einen Umsatz von rund 91,0 Mrd. USD, während der Analystenkonsens bei etwa 92 Mrd. USD Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 2,06 USD liegt.
- Applied Optoelectronics: Die Aktie verzeichnete einen Rückgang von 8,9 % auf 121,88 EUR.
- Marvell: Die Aktien des Chipherstellers gewannen 5,5 %.
- Sandisk: Die Aktien kletterten um weitere 8,9 %.
Rohstoffe und Währungen
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich WTI-Öl angesichts anhaltender Risiken für die Versorgung aus dem Nahen Osten um 2,43 % auf 84,40 USD. Der Goldpreis zog an der Comex um 0,85 % auf 4.475,20 USD an, gestützt durch einen schwächeren USD-Index und nachlassende Erwartungen an eine Fed-Zinsanhebung.
Im Devisenhandel notierte EUR/USD gegen Ende des New Yorker Handels 0,08 % höher bei 1,1580 USD. Der Dollar-Index fiel um 0,2 %. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg um drei Basispunkte auf 4,73 %.
Einordnung für die Anleger
Die heutigen Marktbewegungen spiegeln eine erhöhte Vorsicht der Anleger wider, primär getrieben durch Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen. Die Verluste an den europäischen und US-Märkten zeigen eine breite Reaktion auf makroökonomische Unsicherheiten.
Der Cashflow Profi sagt: Übergeordnet bleibt der Bullenmarkt intakt. Kurzfristig könnte es jedoch wieder volatiler werden.