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Broadcom-Aktie: CEO warnt vor KI-Casino – Chipwerte brechen ein

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Bild: ChatGPT


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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Aussagen von Broadcom-Chef Hock Tan über überzogene Erwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz haben weltweit für spürbare Kursverluste bei Halbleiterwerten gesorgt. Auf der DBS Asia Future Forward Conference in Singapur verglich Tan viele KI-Investoren mit Glücksspielern in einem Casino.

Kritik an überzogenen Erwartungen und fehlender Profitabilität

Viele Geldgeber hätten laut Tan kein ausreichendes Verständnis für die Technologie und deren tatsächliche Ertragskraft. Sie bauten extreme Gewinnerwartungen auf, ohne die zugrunde liegende Wirtschaftlichkeit großer Sprachmodelle zu hinterfragen.

Tan verglich das Experimentieren vieler Firmen mit KI zudem mit Kindern in einer Videospielhalle, die Wertmarken in kurzer Zeit ohne jeden Lerneffekt verspielen. Genau dieses Verbrennen von Budgets geschehe derzeit in vielen Unternehmen bei der Nutzung von KI-Diensten.

Als Beispiel nannte er den ChatGPT-Entwickler OpenAI mit einem annualisierten Umsatz von zuletzt rund 50 Mrd. USD. Trotz dieses dynamischen Wachstums falle das Unternehmen wegen der enormen Modell-Trainingskosten weiterhin durch hohe Verluste auf.

Kapitalmangel als Wachstumsbremse und weltweiter Ausverkauf

Als künftigen Hauptengpass für die Branche sieht der Manager nicht Lieferketten oder Rechenzentren, sondern die Verfügbarkeit von Kapital. Steigende Finanzierungskosten und der Druck, echte Renditen auf das investierte Kapital vorzuweisen, könnten den Ausbau bremsen.

Die Aussagen führten an den asiatischen Handelsplätzen zu heftigen Kursverlusten. In Seoul brach die Aktie des Speicherchip-Spezialisten SK Hynix um rund 10 % ein, während Samsung Electronics über 7 % verlor und den Leitindex Kospi um mehr als 6 % nach unten zog.

An den US-Märkten gerieten Tech-Schwergewichte ebenfalls unter Abgabedruck. Die Broadcom-Aktie verbuchte ein Minus von rund 2 %, während auch Konkurrenten wie Micron Technology und der Halbleiter-ETF SOXX deutliche Einbußen verzeichneten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • SK Hynix: Kursminus von rund 10 % im südkoreanischen Handel
  • Samsung Electronics: Kursverlust von über 7 %
  • Kospi: Leitindex schließt mehr als 6 % im Minus
  • OpenAI: Hochgerechneter Jahresumsatz von rund 50 Mrd. USD bei anhaltenden operativen Verlusten
  • Broadcom-Aktie: Kursrückgang von rund 2 %
Kennzahlen im Überblick
Quelle: Tan | Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Hock Tans deutliche Mahnung erinnert die Halbleiterbranche daran, dass nach der ersten KI-Euphorie nun die tatsächliche Ertragskraft der Investitionen nachgewiesen werden muss. Für Broadcom selbst bleibt das fundamentale Fundament trotz der Marktturbulenzen intakt: Der CP-Score fällt mit 78 von 100 Punkten überzeugend aus. Als wesentlicher Risikofaktor für die weitere Entwicklung steht künftig vor allem die Frage im Fokus, ob knapperes Kapital und steigende Finanzierungskosten die Budgets der großen Modell-Entwickler nachhaltig ausbremsen.

Der Cashflow Profi geht nicht davon aus, dass der KI-Chip-Zyklus bereits vorbei ist. Klar ist aber auch, dass Broadcom und der gesamte Sektor bereits sehr gut gelaufen sind und die Anleger entsprechend nervös auf solche Meldungen reagieren.

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