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Buffett-Rechner

Setzt ein Unternehmen einbehaltene Gewinne produktiv ein? Mit dem Buffett-Rechner kannst Du die sogenannte 1-Dollar-Regel auf ein Unternehmen anwenden. Sie vergleicht den geschaffenen Marktwert mit den Gewinnen, die das Unternehmen nicht an seine Aktionäre ausgeschüttet hat.

Was steckt hinter der 1-Dollar-Regel?

Die Idee ist einfach: Behält ein Unternehmen Gewinne ein, sollte das Management daraus langfristig zusätzlichen Wert für die Aktionäre schaffen. Warren Buffett formulierte dafür einen praktischen Test: Für jeden einbehaltenen Dollar sollte mindestens ein Dollar zusätzlicher Marktwert entstehen.

Faustregel: Geschaffener Marktwert ÷ einbehaltene Gewinne ≥ 1

Einbehaltene Gewinne

Vom erwirtschafteten Gewinn werden die ausgeschütteten Dividenden abgezogen. Der verbleibende Teil steht dem Management für Investitionen, Übernahmen, Schuldenabbau oder andere Maßnahmen zur Verfügung.

Geschaffener Marktwert

Anschließend wird betrachtet, wie stark sich der Marktwert beziehungsweise der Aktienkurs über den gewählten Zeitraum verändert hat. So lässt sich grob abschätzen, was aus dem zurückbehaltenen Kapital entstanden ist.

Ein Beispiel aus der Praxis

Im bisherigen Beispiel auf dieser Seite wurden für Coca-Cola über fünf Jahre 2,20 USD Gewinn je Aktie einbehalten. Gleichzeitig stieg der Aktienkurs um 12,69 USD. Das entsprach rund 5,77 USD geschaffenem Marktwert je einbehaltenem Dollar und lag damit deutlich über der Schwelle von 1.

Was das Ergebnis nicht beweist

Die 1-Dollar-Regel ist ein nützlicher Qualitätscheck für die Kapitalallokation, aber keine vollständige Aktienanalyse. Kursbewegungen können auch durch Bewertung, Konjunktur oder Marktstimmung entstehen. Geschäftsmodell, Bilanz, Cashflow, Wachstum und aktuelle Bewertung gehören deshalb weiterhin in die Gesamtanalyse.

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