Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete am Dienstag, dem 1. September 2026, deutliche Verluste. Steigende Ölpreise und wachsende Inflationssorgen belasteten die Anlegerstimmung und führten zu einer Korrektur nach der jüngsten Rekordjagd.
DAX fällt unter 26.000 Punkte
Der DAX eröffnete den Handel schwächer und weitete seine Verluste im Tagesverlauf aus. Bis zum Mittag sank der Index um 1,25 % auf 25.929,09 Punkte und fiel damit erstmals seit rund einer Woche wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Zählern. Die Marktkapitalisierung der im DAX enthaltenen Werte betrug am Morgen 2,209 Bio. EUR.
Geopolitik und Inflationssorgen dominieren
Hauptursachen für den Rückgang waren ein Anstieg der Ölpreise sowie zunehmende Inflationssorgen. Die Eskalation des Iran-Krieges nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran trieb die Ölpreise am Montag kräftig an und sorgte auch am Dienstag für weitere Zuwächse. Zudem belasteten Angriffe auf die russische Ölindustrie im Krieg mit der Ukraine das Dieselangebot. Hohe Anleihezinsen und die Erwartung einer sicheren Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche trugen ebenfalls zur negativen Stimmung bei.
SAP und Rheinmetall unter Druck, Infineon und RWE im Plus
Unter den Einzelwerten zeigten sich am Vormittag SAP SE mit einem Minus von 2,90 % und Rheinmetall mit einem Rückgang von 2,29 % als schwächste Werte im DAX. Demgegenüber konnten Infineon mit einem Plus von 2,58 % und RWE mit einem Zuwachs von 2,08 % Gewinne verbuchen. Der VDAX-New, ein Indikator für die Volatilität im DAX, lag am 28. August 2026 bei 15,40 % und befand sich damit im Normbereich.
Einordnung für die Anleger
Die aktuelle Marktentwicklung zeigt, dass Anleger zwischen hohen Bewertungen und veränderten Zinsperspektiven ein neues Gleichgewicht suchen. Geopolitische Spannungen und Inflationsdruck führen zu kurzfristigen Rücksetzern am deutschen Aktienmarkt.
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