Der DAX startet nach einer dreiwöchigen Verlustserie mit leichten Zugewinnen in die neue Handelswoche, während geopolitische Spannungen am Rohstoffmarkt und anhaltend hohe Renditen die Erholung dämpfen. Für Marktteilnehmer stehen in den kommenden Tagen frische Inflationsdaten aus Europa sowie der Arbeitsmarktbericht aus den USA an.
Geopolitische Risiken und Anleiherenditen belasten die Aktienmärkte
Der deutsche Leitindex beendete die vorangegangene Handelswoche bei 25.408,64 Punkten und sicherte sich damit ein kleines Wochenplus von 0,4 %. Für zwischenzeitliche Erleichterung sorgte eine Entspannung beim Ölpreis, bei dem ein Barrel der Nordseesorte Brent nach Spitzen von 109 USD wieder auf rund 102 USD nachgab.
Am Wochenende dämpfte US-Präsident Donald Trump jedoch Hoffnungen auf eine rasche diplomatische Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Zeitgleich belasten die Kapitalmarktzinsen das Börsenumfeld, nachdem die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen im Monatsverlauf zeitweise über die Marke von 5,0 % geklettert war.
Wichtige Wirtschaftsdaten und Unternehmenstermine
Am Dienstag veröffentlichen Spanien und weitere europäische Staaten ihre vorläufigen Verbraucherpreisdaten für September, bevor die Teuerungsrate der gesamten Eurozone ermittelt wird. In den USA geben zeitgleich das Conference-Board-Verbrauchervertrauen und die Zahl der offenen Stellen im JOLTS-Bericht Aufschluss über die Verfassung der weltgrößten Volkswirtschaft.
Den konjunkturellen Höhepunkt der Handelswoche markiert der offizielle US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Auf Unternehmensseite stellt unter anderem die BMW AG am Dienstag ihre Mittelfristziele im Rahmen des konzerneigenen Kapitalmarkttags vor.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- DAX-Wochenschlussstand: 25.408,64 Punkte (+0,4 % auf Wochensicht)
- Brent-Ölpreis: Rücksetzer von 109 USD auf 102 USD je Barrel
- BMW-Kapitalmarkttag: Dienstag, 29. September 2026
- Verbraucherpreise Spanien (September): Dienstag, 29. September 2026
- US-Arbeitsmarktbericht: Freitag, 2. Oktober 2026
Einordnung für Anleger
Solange der Ölpreis auf hohem Niveau verharrt, bleibt das Risiko eines anhaltenden Preisdrucks an den Kapitalmärkten akut. Fallen die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag robuster als erwartet aus, droht ein erneuter Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten die Bewertung von Aktienindizes spürbar einzubremsen.
