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Wall Street: Dow Jones schließt im Plus – Halbleiter drücken Nasdaq

Der Dow Jones Industrial Average hat den US-Handel am Montag mit einem leichten Kursgewinn beendet, während Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten den Nasdaq Composite belasteten. Wegen des US-Feiertags Columbus Day ruhte der Handel am US-Anleihemarkt, weshalb die Gesamtumsätze an den New Yorker Aktienbörsen unterdurchschnittlich blieben.

Dow Jones widerstandsfähig – Halbleiter drücken Nasdaq ins Minus

Der Leitindex Dow Jones legte um rund 0,38 % auf 51.850 Punkte zu und knüpfte damit an seine Gewinne vom vergangenen Freitag an. Im Dow Jones sticht die Salesforce-Aktie hervor, die den Index im Plus hält. Salesforce verzeichnet eine deutliche Aufwärtsbewegung nach einem BofA-Upgrade.

Der technologielastige Nasdaq Composite um 0,44 % auf 27.245 Punkte zurück.

Belastet wurden die Technologiewerte vor allem von schwächeren Halbleiter-Aktien, die unter Sorgen vor zunehmender chinesischer Konkurrenz litten. Unter anderem gaben die Anteile von Micron Technology nach, während Nvidia an der Nasdaq um 1,3 % nachgab.

Gewinner und Verlierer im Umfeld des Nasdaq Composite

Zu den stärksten Einzelwerten zählte die Aktie von eBay mit einem Plus von rund 5,6 %. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte den Online-Marktplatz zuvor zu ihrem bevorzugten Branchenwert im US-Internetsektor ernannt.

Ebenfalls zulegen konnten Schwergewichte wie Meta Platforms mit einem Zuwachs von 3,4 % sowie Versorger wie Constellation Energy mit rund 4,6 %. Im Schlepptau von Meta kann ebenfalls Shopify deutlich zulegen. Dagegen brachen Titel wie Cerebras Systems um 9,6 % und Lumentum Holdings um 9,1 % ein. Auch SanDisk verlor gut 6 % an Wert.

Der viel beachtete Fear and Greed Index von CNN verharrt mit einem Wert von 45 Punkten im neutralen Bereich. Zwar verbesserte sich die Stimmung im Vergleich zur Vorwoche, doch die steigenden Rohölpreise bremsen die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.

Goldman sieht kräftige Bewegung

Indes hat Goldman Sachs sich gegenüber den Aktienmärkten optimistischer eingestellt. Das Strategenteam um Christian Mueller-Glissmann hat seine Drei-Monats-Einschätzung von „neutral“ auf „übergewichten“ angehoben und damit seine positive Zwölf-Monats-Prognose bestätigt. Als Gründe gibt Goldman an, man sieht, günstigere Bewertungen und ein robusten Gewinnausblick – nach den steigenden Ölpreisen und erhöhten Anleiherenditen.

„Das Gewinnwachstum bleibt eine Stütze für Aktien, und die jüngste Korrektur bei den Bewertungen hat das Chance-Risiko-Verhältnis für die Berichtssaison im dritten Quartal verbessert“, sagte Mueller-Glissmann.

Man rechne mit einem 25-prozentigen Gewinnsprung für die S&P-500-Konzerne gegenüber dem Vorjahr. Einem der höchsten jemals gemessenen Zuwächse. Goldman schätzt, dass die Firmen diese Erwartungen sogar übertreffen.

Basierend auf einer Berichtssaison ohne wesentliche Negativüberraschungen bleibe die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz treibender Faktor Nummer eins.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Dow Jones: 51.850 Punkte (+0,38 %)
  • Nasdaq Composite: 27.245 Punkte (-0,44 %)
  • Sentiment (CNN Fear & Greed Index): 45 Punkte (neutral)
  • Top-Gewinner eBay: +5,6 %
  • Top-Verlierer Cerebras Systems: -9,6 %

Einordnung für Anleger

Die Schwäche im Halbleitersektor bremst die Nasdaq vorerst aus, während sich klassische Standardwerte im Dow Jones vergleichsweise widerstandsfähig präsentieren. Für den weiteren Trend werden vor allem die anstehenden US-Verbraucherpreisdaten entscheidend sein, zumal die wieder anziehenden Ölpreise die Inflationssorgen im Markt wachhalten

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