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Eli Lilly: EMA empfiehlt EU-Zulassung für Abnehmpille Foundayo


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Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat für seine Abnehmpille Foundayo eine entscheidende Hürde auf dem europäischen Markt genommen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA empfahl die Zulassung der Tablette sowohl zum Gewichtsmanagement als auch zur Behandlung von Typ-2-Diabetes.

Einnahme ohne strenge Nüchternregeln

Die formale Genehmigung durch die Europäische Kommission gilt nach der Empfehlung als Formsache und erfolgt gewöhnlich binnen weniger Monate. Damit tritt Eli Lilly in Europa in den direkten Wettbewerb mit dem dänischen Rivalen Novo Nordisk, der mit oralem Wegovy vorgelegt hatte.

Der Wirkstoff Orforglipron ist als niedermolekulare Substanz ein nicht-peptidischer GLP-1-Rezeptoragonist. Patienten können die Tablette einmal täglich zu jeder Uhrzeit mit oder ohne Mahlzeit einnehmen, was den Verzicht auf strikte Nüchternphasen ermöglicht.

Klinische Studien belegen Gewichtsverlust

Die CHMP-Empfehlung für das Gewichtsmanagement stützt sich auf zwei Phase-3-Studien mit über 4.740 erwachsenen Probanden. Die Teilnehmenden verloren nach 72 Wochen unter Orforglipron dosisabhängig zwischen 5 % und 11 % ihres Körpergewichts, während die Placebogruppe rund 2 % bis 2,5 % verlor.

In vier weiteren Studien mit 3.765 Erwachsenen untersuchte die Behörde den Einsatz bei Typ-2-Diabetes. Das Medikament senkte den Blutzuckerspiegel sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit anderen Antidiabetika wirksam.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Wirkstoff und Handelsname: Orforglipron (Foundayo)
  • Gewichtsverlust in Studien: 5 % bis 11 % nach 72 Wochen
  • Studienteilnehmer Gewichtsmanagement: Über 4.740 Probanden
  • US-Umsatz im zweiten Quartal 2026: 98 Mio. USD
  • Nächster Meilenstein: Formale Zulassung durch die EU-Kommission

Einordnung für Anleger

Mit der positiven EMA-Empfehlung für Foundayo rückt Eli Lilly der Markteinführung seiner patientenfreundlichen Abnehmpille in Europa einen entscheidenden Schritt näher und verschärft den Wettbewerb mit Novo Nordisk. Mit 68 von 100 Punkten liefert der CP-Score ein solides Bild für den Pharmakonzern. Als nächster Meilenstein steht nun die formale Zulassung durch die EU-Kommission an, bevor sich der Wirkstoff im europäischen Markt kommerziell beweisen muss.

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