Der Goldpreis ist unter die charttechnisch kritische Marke von 4.200 USD je Feinunze gerutscht. Steigende Renditen von US-Staatsanleihen und anhaltende Zinssorgen setzen das Edelmetall zum Monatsausklang unter deutlichen Verkaufsdruck.
Zinsdruck und Renditeanstieg belasten das Edelmetall
Am Handelsplatz London gab die Feinunze zeitweise auf rund 4.190 USD nach und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von rund 200 USD. Damit steuert Gold im September auf einen Monatsverlust von fast 9 % zu.
Hintergrund der Verkäufe ist die straffe Geldpolitik der US-Notenbank Fed nach der Leitzinsanhebung auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 %. An den Terminmärkten wird eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte im Oktober mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 68 % gehandelt, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen über 5,0 % kletterte.
Wichtige Unterstützungsmarken im Fokus
Mit dem Rutsch unter 4.200 USD hat das Edelmetall eine zentrale charttechnische Haltezone aufgegeben. Auf der Oberseite formiert sich nun im Bereich zwischen 4.300 und 4.350 USD ein markanter Widerstand.
Setzt sich die Abwärtsbewegung fort, gilt die runde Marke von 4.000 USD je Feinunze als nächste bedeutsame Unterstützung. Dieses Niveau fungierte bereits in vorherigen Konsolidierungsphasen als wichtiger psychologischer Auffangbereich.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Goldpreis: rund 4.190 USD je Feinunze
- Monatsperformance im September: knapp -9 %
- Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen: über 5,0 %
- US-Leitzinsspanne: 3,75 % bis 4,00 %
- Nächste zentrale Unterstützung: 4.000 USD

Einordnung für Anleger
Solange die US-Anleiherenditen oberhalb von 5,0 % notieren, bleibt der Druck auf das zinslose Edelmetall hoch. Ein dauerhaftes Verharren unter der Marke von 4.200 USD vergrößert das Risiko eines Rücksetzers in Richtung 4.000 USD. Den nächsten richtungsweisenden Impuls liefern die anstehenden US-Inflationsdaten vor der Zinsentscheidung im Oktober.
Der Cashflow Profi nimmt gerade eine abwartende Haltung bei Gold ein.

