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Instacart-Aktie springt 9 %: Übernahmepoker mit Uber und DoorDash
Die Instacart-Aktie ist an der US-Börse um mehr als 9 % nach oben gesprungen. Auslöser sind Berichte über einen möglichen Verkauf des Lebensmittellieferdienstes, der Vorgespräche mit Uber und DoorDash geführt hat.
Milliardenschwere Bewertung und erste Gespräche
Laut einem Bericht des Branchenmediums The Information lässt sich Instacart von einer Investmentbank bei der Prüfung strategischer Verkaufsoptionen beraten. Unter Einberechnung einer marktüblichen Übernahmeprämie von 30 % bis 40 % steht eine Gesamtbewertung von 16 Mrd. bis 17 Mrd. USD im Raum.
Vor dem jüngsten Kurssprung lag der Börsenwert des Konzerns bei rund 12 Mrd. USD. Die Gespräche befinden sich in einem vorläufigen Stadium, wobei sich Uber laut Insiderberichten bereits wieder aus den direkten Verhandlungen zurückgezogen hat.
Wachstumsdruck und kartellrechtliche Hürden
Hintergrund des Verkaufsprozesses ist das verlangsamte operative Momentum, nachdem Instacart mit einem Erlöswachstum von rund 11 % im Vorjahr deutlich hinter DoorDash mit 28 % zurückblieb. Ein Zusammenschluss soll Skalenvorteile sichern, um gegen die wachsende Lieferkonkurrenz im Lebensmitteleinzelhandel zu bestehen.
Gleichzeitig drohen einer horizontalen Übernahme erhebliche Hürden durch die US-Kartellbehörden. Die Sorge vor teuren Bietergefechten und langwierigen Regulierungsverfahren drückte die Papiere von Uber um 3,4 % und von DoorDash um 3,5 % ins Minus.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Instacart-Schlusskurs: +9,2 %
- Börsenwert von Instacart vor dem Kurssprung: rund 12 Mrd. USD
- Möglicher Transaktionswert mit Übernahmeprämie: 16 Mrd. bis 17 Mrd. USD
- Reaktion der Interessenten: Uber -3,4 %, DoorDash -3,5 %
- Umsatzwachstum 2024 und 2025: Instacart rund 11 %, DoorDash 28 % (Vorjahr)
Einordnung für Anleger
Die Übernahmegespräche verleihen der Instacart-Aktie zwar frischen Schwung, doch nach dem vorläufigen Rückzug von Uber und angesichts drohender Kartellprüfungen bleibt ein tatsächlicher Deal höchst unsicher. Operativ steht das Unternehmen dennoch auf einem stabilen Fundament: Mit 84 von 100 Punkten fällt der CP-Score sehr stark aus, getragen von Spitzenwerten bei Free Cashflow und Sicherheit. Für eine nachhaltige Erholung ohne Übernahmeprämie wird jedoch entscheidend sein, ob Instacart sein verlangsamtes Erlöswachstum auch aus eigener Kraft wieder beschleunigen kann.
Der Cashflow Profi favorisiert weiterhin den Branchenprimus Uber.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

