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Lufthansa: Rekordumsatz reicht nicht – Kerosin erzwingt Gewinnwarnung

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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Die Deutsche Lufthansa hat im dritten Quartal 2026 dank teurer Langstreckentickets einen Rekordumsatz von 12,2 Mrd. EUR erzielt. Wegen drastisch steigender Treibstoffkosten kappte der Vorstand jedoch das obere Ende seiner Jahresprognose für das bereinigte Betriebsergebnis auf maximal 2,0 Mrd. EUR.

Treibstoffkosten belasten das operative Geschäft

Wie das Unternehmen mitteilte, stieg das bereinigte EBIT im Sommerquartal um 6 % auf 1,4 Mrd. EUR und übertraf die Analystenschätzungen von 1,37 Mrd. EUR. Gleichzeitig verteuerte sich das Kerosin im Quartal um 543 Mio. EUR, was die bereinigte EBIT-Marge leicht auf 11,5 % drückte.

Für das gesamte Geschäftsjahr kalkuliert das Management nun mit einer Treibstoffrechnung von 9,3 Mrd. EUR. Zuvor war die Airline von Mehrkosten von 1,5 Mrd. EUR ausgegangen, rechnet jetzt aber mit einer Belastung von rund 2,0 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr.

Fracht und Wartung stützen das Ergebnis

Lufthansa Cargo verdreifachte das bereinigte operative Ergebnis im Sommer auf 162 Mio. EUR. Auch die Wartungssparte Lufthansa Technik legte beim operativen Gewinn um 54 % auf 200 Mio. EUR zu.

Dagegen hinkt die Kernmarke Lufthansa Airlines den Töchtern Swiss, Austrian und Brussels Airlines hinterher. Höhere Ticketpreise und eine rege Nachfrage nach Premiumplätzen auf Langstrecken reichten dort nicht aus, um den Kostendruck vollständig abzufedern.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Konzernumsatz in Q3: 12,2 Mrd. EUR (+9 %)
  • Bereinigtes EBIT in Q3: 1,4 Mrd. EUR (+6 %)
  • Kerosinkosten 2026: 9,3 Mrd. EUR (+2,0 Mrd. EUR im Vorjahresvergleich)
  • Prognose bereinigtes EBIT 2026: 1,7 bis 2,0 Mrd. EUR (bisher bis zu 2,2 Mrd. EUR)

Einordnung für Anleger

Trotz des Passagierbooms verdeutlicht die gekappte Gewinnprognose, wie empfindlich die Lufthansa auf drastisch steigende Kerosinkosten reagiert. Mit 36 von 100 Punkten fällt auch der CP-Score schwach aus: Vor allem die gedrückte Marge und der schwache Free Cashflow wiegen schwer, während das solide Umsatzwachstum einen Gegenpol bildet. Solange der Kostendruck bei der Kernmarke anhält, bleibt die Ertragsdynamik des Konzerns spürbar ausgebremst.

Genau wie der gesamte Sektor leidet Lufthansa massiv unter den hohen Kerosinkosten. Damit ist auch die Gewinnwarnung und die schwache Kursentwicklung zu erklären. Der Cashflow Profi meidet die komplette Luftfahrtbranche.

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