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Marvell-Aktie stürzt 11 % ab: Bahnt sich hier eine Megaübernahme an?
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Berichte über fortgeschrittene Fusionsgespräche mit dem Netzwerkspezialisten Lumentum Holdings setzen den US-Halbleiterkonzern Marvell Technology unter Verkaufsdruck. Die Marvell-Aktie verlor im nachbörslichen Handel mehr als 8 %, da Marktteilnehmer die enormen Kosten und eine drohende Verwässerung einpreisen.
Verhandlungen über 83-Milliarden-Dollar-Fusion
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters verhandelt Marvell über den Zukauf des Spezialisten für optische Netzwerke Lumentum, der vor Bekanntwerden einen Börsenwert von rund 83 Mrd. USD aufwies. Laut mit der Sache vertrauten Personen wird eine offizielle Vereinbarung bereits für die kommende Woche angestrebt.
Während die Anteilsscheine von Lumentum nach Bekanntwerden der Verhandlungen um mehr als 11 % nach oben schossen, sackten die Papiere von Marvell deutlich ab. Zusammen kämen beide Unternehmen auf einen gemeinsamen Marktwert von über 300 Mrd. USD.
Finanzierungssorgen dämpfen die KI-Fantasie
Im Fokus der Wall Street steht die Finanzierung der geplanten Großübernahme. Marvell wies zum Ende des jüngsten Quartals liquide Mittel von lediglich 3,92 Mrd. USD aus.
Analysten von Bernstein heben hervor, dass ein Deal dieses Volumens eine massive Ausgabe neuer Anteilsscheine oder eine erhebliche Schuldenaufnahme erfordert. Strategisch zielt der Zukauf auf photonische Verbindungstechnik ab, um Übertragungsengpässe in großen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz zu beseitigen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Börsenwert Lumentum vor der Meldung: rund 83 Mrd. USD
- Börsenwert Marvell vor der Meldung: rund 221 Mrd. USD
- Liquide Mittel von Marvell: 3,92 Mrd. USD
- Kursreaktion Marvell-Aktie nachbörslich: minus 8 %
- Kursreaktion Lumentum nachbörslich: plus 11 %

Einordnung für Anleger
Der nachbörsliche Kursrutsch spiegelt die berechtigten Sorgen des Marktes vor einer massiven Verwässerung oder hohen Schuldenlast wider, sollte Marvell die milliardenschwere Lumentum-Übernahme tatsächlich vollziehen. Für Anleger kommt es in den nächsten Tagen vor allem auf die konkrete Finanzierungsstruktur an, um das Verwässerungsrisiko verlässlich einzupreisen. Mit 74 von 100 Punkten bescheinigt der CP-Score dem Halbleiterkonzern trotz der akuten Übernahmeunruhe weiterhin eine solide fundamentale Basis.
Der Cashflow Profi ist in Marvell aktuell nicht investiert und wartet die Bodenbildung beim aussichtsreichen Chipausrüster ab.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

