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Mercedes-Benz senkt Gewinnprognose: Aktie verliert zeitweise 5,5 %

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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr überraschend nach unten korrigiert. Am Aktienmarkt gerieten die Papiere unter Druck, sodass die Mercedes-Benz-Aktie im frühen Handel zeitweise um 5,5 % nachgab.

Margenziele für das Pkw-Geschäft gestutzt

Als Auslöser für die Korrektur nennt das Management die anhaltend schwache Nachfrage im Kernmarkt China sowie steigende Kosten im vierten Quartal. Vor allem höhere Materialaufwendungen belasten die Profitabilität zum Jahresende.

Für die Pkw-Sparte erwartet der Konzern nun lediglich eine bereinigte Umsatzrendite von 2 % bis 3 %, nachdem zuvor 3 % bis 5 % anvisiert worden waren. Das operative Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll nur noch das Vorjahresniveau erreichen, statt wie bisher prognostiziert spürbar zuzulegen.

Schwacher Cashflow verunsichert die Anleger

Parallel zur Prognosesenkung legte der Dax-Konzern vorläufige Eckdaten für das dritte Quartal vor. Zwar übertraf das operative Quartals-EBIT mit 1,77 Mrd. EUR die durchschnittlichen Markterwartungen, die Barmittelgenerierung blieb jedoch klar hinter den Prognosen zurück.

Im industriellen Geschäft lag der freie Cashflow im dritten Quartal laut einer Meldung von Reuters mit 172 Mio. EUR deutlich unter dem Analystenkonsens von 422 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr rechnet Mercedes-Benz beim Free Cashflow des Industriebereichs nun mit einem Wert deutlich unter Vorjahresniveau.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Bereinigte Pkw-Marge 2026: 2 % bis 3 % (zuvor: 3 % bis 5 %)
  • Konzern-EBIT Q3 2026: 1,77 Mrd. EUR (Konsens: 1,60 Mrd. EUR)
  • Freier Industrie-Cashflow Q3 2026: 172 Mio. EUR (Konsens: 422 Mio. EUR)
  • Absatzrückgang in China Q3: 31 % im Jahresvergleich
  • Kursreaktion: Zeitweise Verlust von bis zu 5,5 %
Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Die gekappte Margenprognose und der deutliche Einbruch bei den Barmitteln erhöhen den Druck auf Mercedes-Benz, womit eine nachhaltige Trendwende vorerst von einer Stabilisierung im Kernmarkt China abhängt. Mit 44 von 100 Punkten fällt der CP-Score aktuell verhalten aus, da insbesondere der schwache Free Cashflow und die angeschlagene Charttechnik belasten, während der Bereich Sicherheit einen stabilisierenden Gegenpol bildet.

Der Cashflow Profi meidet aktuell die gesamte europäische Automobilbranche. Aufgrund der zahlreichen strukturellen Probleme überwiegen für uns klar die Risiken.

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