Oracle-Aktie: Nach heftigem Kursrutsch ein Kauf


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Die Oracle-Aktie notiert nach einer Korrekturphase im Jahresverlauf aktuell bei rund 133 USD. Trotz zwischenzeitlicher Sorgen und weiterer Kursrückschlage bei der Aktie sehen Marktbeobachter für die kommenden Geschäftsjahre erhebliches Kurspotenzial, insbesondere angetrieben von Oracle Cloud Infrastructure (OCI).

Analystenstimmen: Klare Kaufempfehlungen und hohes Kurspotenzial

Nach Erhebungen von Stock Analysis stuft die breite Mehrheit der Wall-Street-Analysten den Softwarekonzern weiterhin mit „Kaufen“ ein. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei 237,97 USD, was einem rechnerischen Aufschlag von rund 79 % entspricht.

Führende Analysehäuser wie Bernstein oder Stifel begründen ihren Optimismus mit dem starken Ausbau der Cloud-Plattform. Warnende Worte kommen von Finanzexperten, die im rapiden Anstieg der US-Zinsen die größte Belastung sehen.

Geschäftsaussichten: Cloud-Boom stützt die Ziele bis 2027

Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Management einen Gesamtumsatz von mindestens 90 Mrd. USD sowie einen bereinigten Gewinn von etwa 8,10 USD je Aktie an. Haupttreiber dieses Expansionskurses bleibt die Sparte Oracle Cloud Infrastructure (OCI), deren Erlöse im jüngsten Quartal um 121 % zulegten.

Der vertraglich gebundene Auftragsbestand erreichte zum Ende des ersten Geschäftsquartals 2027 die Rekordmarke von 664 Mrd. USD. Rund die Hälfte dieser Summe soll nach Unternehmensplanung innerhalb der nächsten 36 Monate in Umsatz übergehen. Gleichzeitig belasten die milliardenschweren Vorabinvestitionen in Server, Energieversorgung und Netzinfrastruktur die Bilanz von Oracle.

Meldungen über Projekt Jupiter verunsichern Börsianer

Der Konzern plant ein Hochleistungszentrum in Doña Ana County, New Mexico, im Gegenwert von 18 Mrd. USD. In der vergangenen Woche kursierten Informationen, wonach der 2,45-Gigawatt-Komplex nicht wie vorgesehen im Jahr 2028 ans Netz gehen könne. Die Verzögerung könnte nicht nur Einnahmenausfälle für Oracle bedeuten, sondern eine vollständige Absage des Projekts nach sich ziehen. Formhalber hat Oracle wegen der Vertragslage eine Force-Majeure-Klausel gezogen, die einen Rückzug ermöglicht, falls der Komplex nicht termingerecht durch die Zweckgesellschaft von Blue Owl Capital erstellt werden sollte.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Aktueller Aktienkurs: ca. 133 USD
  • Durchschnittliches Analysten-Kursziel: ca. 238 USD (Konsens: Kaufen)
  • Umsatzziel Geschäftsjahr 2027: mindestens 90 Mrd. USD
  • Verbleibender Auftragsbestand (RPO): 664 Mrd. USD
  • Wachstum Cloud-Infrastruktur (OCI): +121 % im Vorjahresvergleich

Einordnung für Anleger

Die Auswirkungen auf den Kurs der Oracle-Aktie sind überzogen. Teilweise der Frage geschuldet, ob sich die Energiegenehmigungen doch noch klären lassen und das Projekt Jupiter nahe am ursprünglichen Zeitplan umgesetzt werden kann. Oracle selbst stellt sich für die Zukunft des Projekts weiterhin positiv ein. Die Force-Majeure-Mitteilung wird von seriösen Kommentatoren primär als risikomindernde Absicherung im Vertrag interpretiert, nicht als Absage des Projekts als Ganzes. Das enorme Cloud-Wachstum und ein Rekordauftragsbestand sind die wichtigsten Gründe für den Einstieg auf aktuellem Niveau.

Kaufen. Der CP-Score stellt sich auf solide 63 von 100 Punkten. Der Cashflow Profi ist für Oracle bullish und sieht die Aktie auch für einen Neueinstieg positiv, risikobewusste Anleger können stufenweise eine Position aufbauen.

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