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Qualcomm-Aktie strahlt nach Lizenzpoker: Neuer Huawei-Deal und KI-Ziele


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Die Qualcomm-Aktie profitiert, da der Konzern Verträge mit zwei entscheidenden Partnern hat abschließen können. Der neueste Deal ist der Vertragsschluß nach langwierigem Poker mit der chinesischen Huawei.

Zuvor hatte der Konzern sich mit dem Großkunden Apple auf eine weltweite Patentlizenzvereinbarung geeinigt, was langfristige Einnahmen sichert. Der Schritt beseitigte wesentliche Unsicherheiten für die hochmargige Lizenzsparte QTL. Der Fokus liegt nun beim Halbleiterkonzern auf der Expansion über das Smartphone-Geschäft hinaus.

Lizenzabkommen mit Huawei

Mit Huawei konnte sich Qualcomm auf eine weitreichende Lizenzvereinbarung einigen. Neben dem Lizenzaustausch erwirbt Qualcomm ausgewählte US-Patente von Huawei in den Bereichen Computing, künstliche Intelligenz sowie Netzwerktechnik. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Zu den konkreten finanziellen Konditionen, dem Kaufpreis sowie der genauen Zahl der übertragenen Schutzrechte machten beide Parteien keine Angaben.

Spekulationen unter Experten verunsicherten die Qualcomm-Aktie an der Börse. Der Kurs gab kurzzeitig nach. Nach Lesart solle Qualcomm aufgrund der neuen Vereinbarung Huaweis Fertigungstechnologie Logic Folding nutzen dürfen. Qualcomm wies diese Darstellungen am Dienstagabend zurück. Der Konzern wies darauf hin, man sei keineswegs Nettozahler im Rahmen der Vereinbarung. Zudem gebe es keinerlei Bezug zu Logic Folding; der Zukauf betreffe separat ausgewählte, nicht-zellulare US-Patente.

Der Lizenzvertrag verschafft Qualcomm rechtliche Stabilität in mehreren Wachstumsfeldern. Während das Unternehmen weiterhin in einen Rechtsstreit mit dem Chipdesigner Arm verwickelt ist, reduziert der Abschluss mit Huawei das Streitrisiko im Bereich der Kerntechnologien und ebnet zugleich den Weg für eine frühere Monetarisierung der 6G‑Standards. Die Markteinführung für den 6G‑Standard wird für 2029 erwartet.

Apple bringt Sicherheit

Vor Kurzem hatte Qualcomm die Lizenzvereinbarung mit Apple erneuert. Diese tritt am 1. April 2027 in Kraft. Laut Schätzungen von Bernstein SocGen generiert das Apple-Abkommen für Qualcomm jährliche Erlöse von 1,5 bis 1,7 Mrd. USD.

Das Analysehaus beziffert den Ergebnisbeitrag auf 1,25 bis 1,50 USD je Aktie bei Lizenzgebühren von rund 7,50 USD pro iPhone. Zudem schloss Qualcomm eine mehrjährige Vereinbarung mit Huawei ab, die Patente für 5G, künstliche Intelligenz und Netzwerkinfrastruktur umfasst. Die Reaktion der Wall Street fiel trotz des Verhandlungserfolgs unterschiedlich aus.

Einige Investmenthäuser beließen den Wert auf „Marketperform“; StoneX stufte Qualcomm dagegen auf „Kaufen“ mit einem Kursziel von 270 USD und verwies auf wachsende Chancen im Serverbereich.

Wachstumsziele bis 2027 im KI-Segment

Parallel zu den Lizenzerlösen forciert der Konzern den Aufbau seiner Sparte für KI-Rechenzentren. Bis zum Geschäftsjahr 2027 peilt das Management in diesem Bereich einen Jahresumsatz von 5 Mrd. USD an.

Zwei Hyperscale-Großkunden sollen im Geschäftsjahr 2027 jeweils rund 1 Mrd. USD zu den Erlösen beitragen. Bis zum Geschäftsjahr 2029 soll der gesamte Nicht-Smartphone-Umsatz auf mindestens 40 Mrd. USD steigen.

Daten auf einen Blick

  • Inkrafttreten des neuen Apple-Lizenzvertrags: 1. April 2027
  • Erwarteter Jahresumsatz durch Apple-Lizenz: 1,5 bis 1,7 Mrd. USD
  • Ergebnisbeitrag der Apple-Lizenz: 1,25 bis 1,50 USD je Aktie
  • Qualcomm-Umsatzziel für KI-Rechenzentren (GJ 2027): 5 Mrd. USD
  • Analysten-Kursziele: 165 USD (Bernstein), 195 USD (BofA), 270 USD (StoneX)

Einordnung für Anleger

Die Einigung mit Huawei bringt Qualcomm Planungssicherheit. Der verlängerte Vertrag mit Apple verschafft Qualcomm langfristige Erlöse und nimmt spürbaren Druck aus der margenstarken Lizenzsparte, während der Konzern seine Expansion in KI-Rechenzentren vorantreibt.

Kaufen. Der Cashflow Profi beurteilt vor diesem Hintergrund die Aktie auch für einen Neueinstieg positiv. Mit 79 von 100 Punkten stützt der CP-Score diese Haltung. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf bleibt nun, ob Qualcomm die ambitionierten Wachstumsziele abseits des Smartphone-Markts planmäßig erreichen kann.

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