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Robinhood: Rekordumsatz reicht nicht – Krypto-Erlöse brechen um 55 % ein

Robinhood

Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Der US-Neobroker Robinhood hat im dritten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 1,42 Mrd. USD erzielt, verfehlte jedoch die Gewinnerwartungen der Wall Street. Anleger schickten die Robinhood-Aktie nachbörslich auf Talfahrt, da die Erlöse aus dem Geschäft mit Digitalwährungen um mehr als die Hälfte einbrachen.

Krypto-Handel halbiert, Prognosemärkte wachsen rasant

Die Transaktionserlöse aus dem Kryptogeschäft sackten im Jahresvergleich um 55 % auf 120 Mio. USD ab. Das nominale Krypto-Handelsvolumen fiel im gleichen Zeitraum um 38 % auf 50 Mrd. USD.

Den deutlichen Rückgang fing das Unternehmen über andere Sparten ab, insbesondere über Ereigniskontrakte auf Prognosemärkten. Dieser Geschäftsbereich steigerte seine Erlöse auf 173 Mio. USD und überholte das Kryptogeschäft damit erstmals in der Unternehmensgeschichte.

Höhere Betriebskosten und Bewertungseffekte drücken das EPS

Trotz des Gesamterlöszuwachses von 12 % ging der Nettogewinn im Jahresvergleich um 14 % auf 476 Mio. USD zurück. Das verwässerte Ergebnis je Aktie sank um 16 % auf 0,51 USD und verfehlte damit die Konsensschätzung der Analysten von 0,56 USD.

Zusätzlich belastete ein nicht realisierter Bewertungsverlust von 67 Mio. USD im Wagniskapitalfonds Robinhood Ventures Fund I das Nettoergebnis. Gleichzeitig kletterten die gesamten Betriebsausgaben um 16 % auf 739 Mio. USD.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Gesamtumsatz Q3 2026: 1,42 Mrd. USD (+12 % im Jahresvergleich)
  • Krypto-Transaktionserlöse: 120 Mio. USD (-55 % im Jahresvergleich)
  • Erlöse aus Ereigniskontrakten: 173 Mio. USD (mehr als versechsfacht)
  • Nettogewinn: 476 Mio. USD (-14 % im Jahresvergleich)
  • Verwässertes Ergebnis je Aktie: 0,51 USD (Schätzung: 0,56 USD)
Robinhood: Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Der herbe Rückschlag im Krypto-Handel verdeutlicht, wie anfällig Robinhood für zyklische Schwankungen an den Märkten bleibt, selbst wenn neue Segmente wie Ereigniskontrakte den Umsatzausfall vorerst abfedern. Für eine nachhaltige Wende müssen nun vor allem die anziehenden Betriebskosten unter Kontrolle gebracht und das Gewinnwachstum wieder verlässlich angeschoben werden. Mit 78 von 100 Punkten weist der CP-Score trotz der aktuellen Enttäuschung auf der Ergebnisseite weiterhin ein solides Fundament aus, gestützt durch hohes Wachstum und starke Margen.

Investierte Anleger können dabei bleiben. Neueinsteiger warten die Bodenbildung ab.

Weitere Investments in Spitzenwerte und detaillierte Ein- und Ausstiegs-Setups gibt es direkt im Börsenbrief.

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