Salesforce forciert Einstein und baut KI-Plattform deutlich aus
Salesforce beschleunigt die Monetarisierung seiner KI-Technologie Einstein und verankert autonome Agenten tief in den CRM-Kernanwendungen des Konzerns. Für Investoren wird die Plattform zunehmend zum zentralen operativen Treiber für das margenstarke Softwarewachstum.
Milliardenumsatz mit KI-gestützten Agenten
Die jährliche wiederkehrende Umsatzrate (ARR) für Salesforce Agentforce und die Einstein-Dienste erreichte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 ein Niveau von 1,5 Mrd. USD. Im selben Quartal erzielte Salesforce einen Gesamtumsatz von 11,35 Mrd. USD, was einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Der operative Cashflow lag im vorangegangenen Quartal bei 6,7 Mrd. USD, während die Non-GAAP-Betriebsmarge 34,8 % betrug. Um den Shareholder-Value zu stützen, zog das Management ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 27,1 Mrd. USD durch.
Ausbau des Einstein Trust Layer und neue Partnerschaften
Salesforce bindet externe Großmodelle wie Claude direkter an und hat in Kooperation mit Nvidia das CRM-Reasoning-Modell Koa vorgestellt. Schutzfunktionen rund um den Einstein Trust Layer und Datenzugriffsrechte werden dabei in einer einheitlichen Sicherheitsarchitektur zusammengeführt.
Die Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027 beziffert das Management auf 46,1 Mrd. bis 46,4 Mrd. USD. Der bereinigte Non-GAAP-Gewinn je Aktie soll im selben Zeitraum eine Spanne von 16,67 bis 16,71 USD erreichen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Agentforce- und Einstein-ARR: 1,5 Mrd. USD
- Quartalsumsatz Q2 FY27: 11,35 Mrd. USD (+11 %)
- Jahresumsatzprognose FY27: 46,1 Mrd. bis 46,4 Mrd. USD
- Erwarteter Non-GAAP-Gewinn je Aktie FY27: 16,67 bis 16,71 USD
- Aktienrückkäufe im ersten Quartal: 27,1 Mrd. USD

Einordnung für Anleger
Der zügige Anstieg des KI-ARR belegt, dass Salesforce die Kommerzialisierung von Einstein trotz punktueller Schwächen in Nebensegmenten profitabel vorantreibt. Das zentrale Risiko bleibt der Preiskampf mit Microsoft und Oracle um enterprise-weite Plattformverträge, während die anstehenden Quartalszahlen im Spätherbst den mittelfristigen Margentrend bestätigen müssen.
Der Cashflow Profi ist für die Zukunft von Salesforce weiterhin optimistisch gestimmt. Anleger bleiben investiert.
