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Schaeffler baut 3.460 Stellen ab und schließt fünf Werke

Schaeffler
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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler reagiert auf die Krise der europäischen Autobranche und streicht netto 3.460 Arbeitsplätze in Europa. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die Schließung von fünf Werken an, darunter vier Standorte in Deutschland.

Vier deutsche Werke vor dem Aus

Auf den deutschen Heimatmarkt entfallen rund 2.660 der geplanten Stellenstreichungen. Das entspricht einem Abbau von rund 9 % der inländischen Belegschaft.

Konkret beendet Schaeffler den Betrieb an den deutschen Standorten Dortmund, Morbach und Berlin, während das Werk in Schwalbach am Taunus aufgegeben wird. Zudem schließt ein Werk im belgischen Herstal, während an weiteren Standorten wie Höchstadt oder Schweinfurt Teilbereiche verkleinert werden.

Hohe Umbaukosten gegen anhaltende Flaute

Für den Konzernumbau veranschlagt Schaeffler einmalige Aufwendungen in Höhe von rund 480 Mio. EUR. Ab dem Jahr 2030 will der Vorstand um Chef Klaus Rosenfeld durch die Maßnahmen jährlich rund 300 Mio. EUR an Kosten einsparen.

Als wesentliche Gründe nennt der Zulieferer die schwächelnde Pkw-Nachfrage sowie den schleppenden Hochlauf der Elektromobilität. Rund die Hälfte der gestrichenen Stellen entfällt auf die Produktion, während 30 % die Forschung und Entwicklung betreffen.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Stellenabbau: 3.460 Arbeitsplätze in Europa (davon 2.660 in Deutschland)
  • Werksschließungen: 5 Standorte (Dortmund, Morbach, Berlin, Schwalbach, Herstal)
  • Einmalige Restrukturierungskosten: rund 480 Mio. EUR
  • Einsparziel: rund 300 Mio. EUR jährlich ab 2030
  • Betroffene Bereiche: 50 % Fertigung, 30 % Forschung & Entwicklung, 20 % Verwaltung

Einordnung für Anleger

Der drastische Sparkurs unterstreicht den anhaltend hohen Anpassungsdruck bei Schaeffler, dürfte die Ertragskraft angesichts hoher Umbaukosten jedoch erst langfristig spürbar entlasten. Mit 39 von 100 Punkten fällt der CP-Score entsprechend verhalten aus: Vor allem Charttechnik und Sicherheit belasten das Gesamtbild, während der Free Cashflow einen soliden Gegenpol bildet. Entscheidend für eine nachhaltige Wende bleibt, wie schnell das Management die Werksschließungen umsetzen und den anhaltenden Gegenwind im Automobilsektor abfedern kann.

Der Cashflow Profi hält sich von der Aktie fern.

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