News

Steyr-Motors-Aktie klettert nach 39-Euro-Übernahmeangebot um über 20 Prozent


Artikel anhören

KI-generierte Audioversion

Die Steyr-Motors-Aktie verzeichnet am Montag einen Kurssprung von über 20 % auf knapp 37 EUR. Auslöser ist ein freiwilliges öffentliches Barübernahmeangebot des US-Drohnenherstellers Red Cat Holdings in Höhe von 39,00 EUR je Aktie.

Transaktionsvolumen und Prämie für Aktionäre

Der US-Konzern bewertet den oberösterreichischen Spezialmotorenbauer im Rahmen der Offerte mit rund 205 Mio. EUR. Der Barpreis von 39,00 EUR entspricht einem Aufschlag von 28,9 % auf den vorangegangenen Xetra-Schlusskurs sowie einer Prämie von 55,8 % gegenüber dem 52-Wochen-Tief.

Die Übernahme soll über die Wiener Zweckgesellschaft SMOT Acquisition GmbH abgewickelt werden. Red Cat kündigte an, den Unternehmenssitz, die Produktionskapazitäten sowie die Forschungsabteilung am Standort Steyr beizubehalten.

Unterstützung durch Großaktionär und formelle Hürden

Wichtigen Rückhalt erhält das Vorhaben von der Ankeraktionärin B&C Holding Österreich, die rund 15 % der Anteile hält und eine unwiderrufliche Andienungsvereinbarung eingegangen ist. Steyr-Motors-Vorstandschef Julian Cassutti befürwortet die Offerte und beabsichtigt ebenfalls, seine eigenen Aktien einzureichen.

Der Vollzug der Transaktion verlangt das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 50 % plus einer Aktie. Zudem sind außenwirtschaftliche und fusionskontrollrechtliche Freigaben erforderlich, weshalb die beteiligten Parteien einen Abschluss erst im ersten Halbjahr 2027 erwarten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Angebotspreis: 39,00 EUR je Aktie in bar
  • Transaktionsvolumen: Rund 205 Mio. EUR
  • Übernahmeprämie: 28,9 % zum vorangegangenen Xetra-Schlusskurs
  • Mindestannahmeschwelle: 50 % plus eine Aktie
  • Ende der Annahmefrist: 18. Dezember 2026 um 17:00 Uhr MEZ

Einordnung für Anleger

Das Barübernahmeangebot zu 39,00 Euro je Aktie begrenzt nach dem jüngsten Kurssprung das weitere Aufwärtspotenzial, zumal der Vollzug noch an behördlichen Freigaben hängt und sich bis ins erste Halbjahr 2027 hinziehen kann. Zudem fällt der CP-Score mit 36 von 100 Punkten verhalten aus: Vor allem die schwache Marge und der niedrige Free Cashflow belasten das Profil des Spezialmotorenbauers, während die Charttechnik derzeit den stärksten Gegenpol bildet.

Veröffentlicht von