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T-Mobile US steht nicht zum Verkauf – Telekom-CEO Höttges nennt deutliche Hürde für SpaceX
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Die Deutsche Telekom hat ihre Jahresprognose nach einem starken dritten Quartal 2026 erneut angehoben. Gleichzeitig dämpfte Vorstandschef Timotheus Höttges auf der Bilanzkonferenz die Erwartungen an einen schnellen Mobilfunk-Angriff durch Elon Musk’s SpaceX. Der CEO der Telekom machte klar, T-Mobil US stehe nicht zum Verkauf.
200-Milliarden-Hürde für Starlink Mobile
Höttges bezifferte den Investitionsbedarf für SpaceX auf mindestens 200 Mrd. USD, falls Musk in den USA ein konkurrenzfähiges terrestrisches Mobilfunknetz errichten wolle. Nach Einschätzung des Bonner Konzerns reicht reiner Satellitenfunk in dicht besiedelten Großstädten und Gebäuden technisch keineswegs aus.
Gegenwärtig biete SpaceX mit Starlink im Vergleich zu den bestehenden Netzen lediglich einen „Trampelpfad“ statt einer ausgebauten Datenautobahn. Während T-Mobile US über rund 85.000 eigene Mobilfunkmasten und 400 Megahertz Frequenzspektrum verfüge, besitze SpaceX bisher lediglich rund 76 Megahertz.
Einer Kooperation über sogenannte MVNO-Wiederverkäuferverträge erteilte die Bonner Konzernspitze im Rahmen der Zahlenvorlage eine deutliche Absage. Gleichwohl betonte Höttges, die langfristigen Ambitionen von Musk sehr ernst zu nehmen und nicht die Fehler der etablierten Automobilindustrie gegenüber Tesla zu wiederholen.
Höttges: „Welcome to the Party“
Höttges schätzt Starlink Mobile nicht nur als Satellitenprodukt ein, sondern als möglichen neuen Anbieter mit einem anderen Geschäftsmodell. Durch die Tatsache, dass SpaceX über Chips, Rechenzentren und Satelliten verfüge, gäbe es eine Plattform mit vielfältigen Möglichkeiten.
„Wir müssen davon ausgehen, dass es in den USA künftig vier Mobilfunkanbieter geben wird“, sagte Höttges weiter im Rahmen der Q3-Telefonkonferenz der Deutschen Telekom. Er erwarte mehr Margendruck und mittelfristig mehr Wettbewerbsintensität, mögliche Marktanteilsverluste für Tochter T-Mobile US sowie die Player AT&T und Verizon.
Teilnehmer der Konferenz berichteten im Anschluss, der Chef des größten europäischen Telekommunikationsunternehmens argwöhnte spöttisch in Richtung Musk: „Welcome to the Party!“
Rekordzahlen und höhere Dividende im dritten Quartal
Operativ fiel das Zahlenwerk für das dritte Quartal 2026 besser als an den Märkten erwartet aus. Der Konzernumsatz kletterte um 7,5 % auf 31,1 Mrd. EUR, während das bereinigte EBITDA AL um 9,9 % auf 12,2 Mrd. EUR anstieg.
Für das Gesamtjahr 2026 hob der Vorstand die Prognose für das bereinigte EBITDA AL auf rund 47,6 Mrd. EUR und den Free Cashflow AL auf rund 20,1 Mrd. EUR an. Die Dividende für 2026 soll um 10 % auf 1,10 EUR je Aktie steigen, begleitet von einem Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,0 Mrd. EUR im Jahr 2027.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Konzernumsatz Q3 2026: 31,1 Mrd. EUR (+7,5 %)
- Bereinigtes EBITDA AL Q3 2026: 12,2 Mrd. EUR (+9,9 %)
- EBITDA AL Gesamtjahr 2026 (Prognose): rund 47,6 Mrd. EUR
- Free Cashflow AL 2026 (Prognose): rund 20,1 Mrd. EUR
- Dividende 2026: 1,10 EUR je Aktie (+10 %)
Einordnung für Anleger
Die Deutsche Telekom untermauert mit der angehobenen Jahresprognose und der höheren Dividende ihre starke Marktposition, während Timotheus Höttges die enormen Eintrittshürden für potenzielle Angreifer wie SpaceX klar aufzeigt. Vor allem Free Cashflow und Charttechnik belasten das Bild, während der Bereich Sicherheit für Stabilität sorgt. Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, ob der Konzern sein operatives Wachstumstempo im US-Geschäft behaupten und den avisierten Mittelzufluss wie geplant realisieren kann.
Der Cashflow Profi investierte gegenwärtig nicht in die Aktie der Deutschen Telekom. Alles Wichtige zu unseren Favoriten mit genauen Ein- und Ausstiegskursen gibt es direkt im Börsenbrief.
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