Unternehmensanleihen: Hohe Kupons treffen auf historisch enge Risikoaufschläge

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Unternehmensanleihen: Hohe Kupons treffen auf historisch enge Risikoaufschläge

Unternehmensanleihen verzeichnen trotz hoher Marktzinsen eine anhaltend robuste Nachfrage an den internationalen Rentenmärkten. Die Papiere werfen wieder planbare laufende Kuponerträge ab, während die Kreditaufschläge gegenüber Staatsanleihen auf mehrjährigen Tiefständen verharren.

Rekordvolumen und KI-Finanzierung treiben den Markt

Laut dem aktuellen Global Debt Report der OECD beläuft sich das weltweit ausstehende Volumen an Unternehmensanleihen auf 36,4 Bio. USD. Zusammen mit syndizierten Krediten erreicht die globale Unternehmensverschuldung einen Rekordstand von 59,5 Bio. USD.

Allein die Neuemissionen von Unternehmensanleihen erreichten auf Jahressicht 6,8 Bio. USD. Neben klassischen Refinanzierungen treiben vor allem US-Technologiekonzerne die Emissionstätigkeit voran, um immense Investitionen in Rechenzentren und Künstliche Intelligenz abzusichern.

Renditeniveaus und enge Kreditaufschläge

Für Euro-Unternehmensanleihen mit solider Bonität (Investment Grade) liegt die laufende Rendite bei rund 3,2 %. US-Unternehmensanleihen derselben Qualitätsstufe rentieren im Schnitt sogar bei über 4,7 %.

Gleichzeitig lässt der geringe Risikoabstand zu sicheren Staatsanleihen wenig Spielraum für Enttäuschungen. Der US-Kreditaufschlag für Papiere der Bonitätsnote Baa notiert bei lediglich 0,98 %, gestützt von stabilen Bilanzen und niedrigen Ausfallraten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Ausstehendes Volumen weltweiter Unternehmensanleihen: 36,4 Bio. USD
  • Globales jährliches Emissionsvolumen: 6,8 Bio. USD
  • Laufende Rendite Euro-Investment-Grade: 3,2 %
  • US-Baa-Kreditaufschlag gegenüber Staatsanleihen: 0,98 %
  • Rendite zehnjähriger US-Referenzanleihen: 4,75 %

Einordnung für Anleger

Unternehmensanleihen bieten Anlegern dank gestiegener Basiszinsen wieder attraktive laufende Erträge. Wegen der extrem engen Spreads federn die Kurse konjunkturelle Eintrübungen oder Refinanzierungsrisiken jedoch kaum ab. Investoren sollten daher bonitätsstarke Emittenten mit mittleren Laufzeiten bevorzugen und hochverschuldete Papiere meiden.

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